Süße Früchte deiner Arbeit – ein Selbstwert-Ritual

von Jennie Appel
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Viel zu oft wertschätzen wir unsere Schritte nicht achtsam oder gar gebührend, weil sie inmitten des Alltags fast „normal“ wirken und irgendwie untergehen. Doch gerade in diesen schnelllebigen Zeiten, die uns sehr viel Aufmerksamkeit, Multi-Tasking, Organisationstalent und Co. abverlangen, ist es so wichtig, dem Verlust eines Alltagszaubers oder einem Mangel an Selbstfürsorge entgegenzuwirken.
Heute teile ich mir dir ein Ritual, das du mit ganz unterschiedlicher Intention für dich nutzen kannst – ganz so, wie es dir und deinem Alltag entspricht.

Du findest hier 2 Varianten, die sowohl einen Business-Aspekt und damit einhergehendes Kultivieren eines Dankbarkeits- und Fülle-Mindsets als auch ein zauberhaftes Familienritual abdecken und selbstverständlich einfach Inspirationen sind, die du nach Herzenslust auch ganz anderen inneren Themen und Bedürfnissen widmen kannst.

Und das Schöne daran: dieses Self-Care-Ritual macht dir deinen Selbstwert bewusst (und könnte sogar völlig ohne Businessbezug deinen Alltag verzaubern) sowie den Wert deiner Arbeit und ist dabei nicht einmal nur für dich, sondern nährt und erfreut „ganz nebenbei“ auch noch andere. Totales Win-Win-Win.

Würdige deine Erfolge

Für die erste Variante nimm dir zunächst ein wenig Zeit für eine Innenschau und ein Journaling.
Gerne nutze dazu folgende Impulsfragen:

  • Wann hast du zuletzt deine Meilensteine gefeiert?
  • Welche Früchte trägt deine Arbeit?
  • Nimmst du dir genug Zeit, um die Süße der Früchte zu schmecken und zu genießen?
  • Welche davon schmecken dir besonders gut?
  • Wofür bist du ganz besonders dankbar?

Gib dir selbst ausreichend Raum und Zeit, diesen Fragen nachzuspüren, nachzusinnen und von den ganz kleinen bis hin zu den mutigen großen Schritten alles festzuhalten, was dir so in den Sinn kommt. Wie nebenbei fällt dir bei diesen Fragen vermutlich auch auf, welche Kooperationen, Projekte oder vermeintlich tollen Schritte dir in der Rückschau irgendwie doch nicht so lecker geschmeckt haben, wie es zunächst vielleicht schien. Hier kannst du erkennen, was du weiterverfolgen, ausbauen und nähren magst und was du dankbar für die Erfahrung und Erkenntnis nun wieder loslassen möchtest.

Die Vorbereitung

Passend zu deiner Innenschau, wähle für dich Sinnbilder wie Früchte (gern heimisches wie Äpfel, Birnen, Pflaumen … je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit), Nüsse, Samen, Kerne, und wenn du magst auch dekorative Elemente wie Blüten. Achte darauf, dass alles in der Natur verbleiben darf und dort in den natürlichen Kreislauf eingehen kann.

Vielleicht kommt dir zu deinen Meilensteinen eine bestimmte Frucht, eine wichtige Form (Kreis, Herz, Spirale o.ä.) oder ein bestimmtes Bild direkt in den Sinn? Hier kannst du kreativ alles ausdrücken und ehren, was in deinem Inneren als Schatz schon lange da ist und nun ins Außen kommen darf.

Wenn dich etwas zum Strahlen gebracht hat oder du dir endlich erlaubt hast zu strahlen und dein Licht unter dem berühmten Scheffel hervorzuholen, so kannst du z.B. leuchtendes Orange (Mandarine, Orange) auf dem erdig braunen Waldboden zu einem Mandala auslegen. Wenn du

Unterstützer an deiner Seite hast, die du von Herzen würdigen magst, kannst du Nüsse und Samen stellvertretend für die Eichhörnchen auslegen, die so viele Menschen zum Lächeln bringen oder einfach Brotkrumen für all die Zeichen auf dem Weg und die wunderbare Führung deiner Intuition, die du erhalten hast. Kleine Opfergaben sind so wertvoll, weil sie deiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen und gleichzeitig wieder Sinnvolles bewirken.

Das Ritual

Belohne dich nun mit einer innigen Zusammenarbeit mit der größten Lehrerin, die es gibt: Mutter Natur. Hier kannst du ein Waldstück wählen, deine Lieblingsstelle im Stadtpark, deinen Garten oder was immer dir als richtiger Platz draußen in der Natur passend erscheint.

Während du zu diesem Ort gehst, erinnere dich ein wenig an all das, was dir geschenkt worden ist, wofür du dankbar bist, was du erreicht hast. Lege dabei den Fokus bewusst auf die Früchte deiner Arbeit, deine Erfolge.
Beim Schälen und Legen des Mandalas erinnere dich an all die Samen, die du in deinem Wirken ausbringen durftest, all die Früchte, die du ernten darfst, alles, was Kreise ziehen darf und an die wertvollste Währung, die du erhalten hast: leuchtende Augen und strahlende Gesichter von Menschen, die du berührt hast.

Vermutlich werden dabei absurde Momente an dir vorbeiziehen, herzhaft zum Lachen bringende, innig verbundene, tief berührende und einige mehr … Es ist so wunderbar, was alles passieren durfte! Und es ist so wichtig, sich die Zeit zu nehmen, all das zu erinnern, wertzuschätzen und dann erst weiterzuziehen. Für all die Momente, die dir wichtig sind, wirst du bunte Blätter, Blüten, Früchte und Samen so anordnen, dass genau dein Bild entsteht und deinem Erleben entspricht -– ein einzigartiges Fülle-Mandala für dein einzigartiges Sein!

Mit deinem (beruflichen) Wirken hinterlässt du Spuren in unserer Welt und diese liebevollen Spuren in der Natur können dies kraftvoll und individuell unterstreichen. Wenn dir danach ist, gehe doch gern am nächsten Tag noch einmal an dieser Stelle vorbei und lass dich überraschen, ob es inzwischen jemandem so richtig lecker geschmeckt hat …

Alltagszauber, Staunen und Kinderglück

Diese zweite Variante kannst du mit deinen Kindern bzw. der ganzen Familie durchführen. Sie ist nun ganz aktuell und damit jahreszeitlich eingefärbt geschrieben, lässt sich thematisch jedoch spielerisch leicht anpassen, wann immer du auf diesen Blogbeitrag stößt.

Möglicherweise gehörst du auch noch zu der Generation, die in der Kindheit am 5.12. ganz aufgeregt einen möglichst großen Schuh vor die Tür gestellt hat und hast dich gefreut, wenn er am nächsten
Morgen mit Nüssen, Mandarinen und vielleicht auch Pfeffernüssen, Schokolade und Lebkuchen gefüllt war … oder sogar noch ein bunter Pappteller mit Leckereien daneben stand.
Weißt du noch, wie schön das war? Wieviel Staunen, Liebe, Vorfreude und Geheimnis darin lag …?

Riesig große, glänzende Augen, weil es etwas Leckeres von Zauberhand gab. Für mich war das ein ganz besonderer Abend und Morgen – jedes Jahr wieder. Für dich auch? Deine schönen Kindheitserinnerungen können zu schönen (Kindheits-)Erlebnissen im Hier und Jetzt werden und damit die Freude vervielfachen.

Ritualvariante

Nimm dir direkt Mandarinen und Nüsse, Äpfel und Samen und was immer dir sonst gerade passend erscheint. Berichte deinen Kindern davon (insbesondere dann, wenn ihr dieses Schuhe-Ritual bei euch zuhause lebendig zelebriert und du ihnen nun z.B. vorschlägst „der Nikolaus /Weihnachtsmann o.ä. für die Tiere desWaldes zu sein“) und ihnen erzählst, dass sich auch andere über einen so reich gedeckter Überraschungstisch freuen. Dies kannst du wie gesagt auch jahreszeitlich anpassen.

Auch hier wähle gemeinsam mit deinen Lieben eine Stelle in der Natur, die euch allen gut gefällt und dafür passend erscheint. Vielleicht wollt ihr „einfach nur“ die heimischen Tiere erfreuen und überraschen, oder ein Dankesritual daraus machen, bei dem jede*r von euch etwas ins Mandala einfügt und dabei den anderen sagt, wofür er/sie dankbar ist.

Auf dem ganzen Weg zu dem von euch gewählten Platz könnt ihr euch gemeinsam vorstellen, wie schön das für eine Maus sein muss, wenn sie (auch ohne Nikolaus-Mythos und Co.) um die Ecke kommt und hinter dem Baum und dem bemoosten Stein ein riesiges Leckereien-Mandala vorfindet. Ob auch in ihren kleinen schwarzen Knopfaugen Staunen, Freude und Geheimnis liegen wird? Genau wie einst bei dir als Kind oder heute bei deinen Kindern? Im Handumdrehen wirst du dich wieder ein bisschen wie damals fühlen und deine Freude wird weite Kreise in der Welt ziehen …

Nachhaltigkeit und Mehrwert für viele Wesen

Die heimischen Vögel und auch weitere kleine Tiere des Waldes und Feldes finden kaum mehr etwas zu essen. Es tut auf so vielen Ebenen gut, sich Zeit für eine Innenschau zu nehmen, auf seine Spurensuche nach Fülle und Dankbarkeit zu gehen und dann liebevoll Gaben, die gleichsam Sinnbilder sind, zusammenzutragen und in die Natur zu bringen.

Jede abgelegte Gabe kann mit klarer Intention und Herz zu einer Wertschätzung der eigenen Spuren werden und gleichzeitig schmackhafte Spuren für ein anderes Wesen hinterlassen. All das, was dich genährt hat, darf so noch einmal nachklingen und damit andere nähren.

Damit trittst du ein in einen Kreis der Verbundenheit, der dich im Alltag trägt. Du bekommst mitten im Leben und ganz bodenständig einen Geschmack vom bekannten schamanischen Weltbild „alles ist mit allem verbunden“ und lebst deine Fülle in Freude aus.
Rituale wie dieses und auch einige kurze knackige in wunderschöner Aufmachung findest du im Buch „Kraftort Natur“, das ich gemeinsam mit meinem Mann Dirk Grosser geschrieben habe.

Mehr Infos hier & hier.

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