Selbstwert-Fülle-Ritual

von Jennie Appel

Wir haben es alle schon einmal gelesen oder wurden darauf durch zauberhafte Posts, Bilder und
Zitate gestoßen: mehr Selbstfürsorge, Selbstliebe, Selbstwert. Es gibt zahlreiche Tipps dazu und
manche sind wirklich denkbar einfach in den Alltag einzubauen.

Voller Leichtigkeit und gern auch mit ganz viel spielerischer Freude, kannst du direkt damit loslegen. Und JA, es lohnt sich wirklich sehr, ein Dankbarkeits- und Fülle-Mindset zu kultivieren. Insbesondere an solchen Tagen, an denen nicht nur draußen der Himmel grau in grau erscheint, sondern auch im Inneren alles etwas trist wirkt oder du einfach mal einen „schlechten Tag“ hast, kannst du super hierauf zurückgreifen.

Muskeltraining mal anders

Warum ist das so? Wenn wir eine entspannte Praxis kultivieren, die uns immer wieder mitten im
Alltag unseren Selbstwert bewusst macht und wie nebenbei einen gewissen Zauber verbreitet, dann
fällt es uns sehr viel leichter, in herausfordernden Zeiten genau daran anzuknüpfen und ganz und gar
bei uns selbst zu bleiben. Es ist vergleichbar mit einem Muskeltraining im Gehirn und wir stärken
ganz gezielt einen Muskel, der dann, wenn es drauf ankommt, auch wirklich sofort anspricht.

In allen anderen Zeiten jedoch auch noch echt gut aussieht. Vom Gehirnmuskeltraining mal ganz
abgesehen, wird sich mit jedem Self-Care-Ritual deine Körperhaltung ändern. Dein System wird
entspannter sein und unnötige Anspannungen leicht abschütteln. Deine ganze Haltung wird sich
aufrichten und du wirst anders sitzen, gehen und stehen. Die Zeit mit dir selbst führt dich in eine
innere Zentriertheit und gesunde Ausrichtung, die sich auch in deinem Körper deutlich zeigen wird.

Wie im Fitnessstudio, so wird auch hier einmaliges Üben keine Wunder bewirken und deine Muskeln
stählen. Die regelmäßige Praxis (am besten in einem von dir selbst gewählten Turnus) macht’s. Es
lohnt sich so sehr, hier dranzubleiben und immer wieder einzutauchen.

Abgesehen von einem entspannteren Gesichtsausdruck und einer aufrechteren Haltung wird diese
Praxis also dir und deinem Gehirn dazu verhelfen, dass du immer wieder super leicht umschalten
können wirst (wann immer sich der Himmel einmal verdunkeln sollte).

Die Übung: Erfolgsliste bzw. Dankbarkeitstagebuch

Besorge dir ein schönes Buch, in das du gern schreiben magst und es auch immer wieder gern zur
Hand nehmen wirst.

Sammle hier in einer Erfolgsliste all deine Erfolge, all die gut gelungenen Dinge, die sich ereignet
haben, für die du dich echt ins Zeug gelegt hast, und ebenso all die Meilensteine, die sich in deinem
Leben ereigneten und ereignen. Sammle zudem direkt daneben oder auf den nächsten Doppelseiten
Ereignisse, die dich dankbar sein lassen.

Diese Journaling-Praxis setzt einen klaren Fokus und du selbst entscheidest, ob du täglich oder eher
z.B. jeden Freitag zum Wochenabschluss oder jeden Sonntag am Familientag in dich gehen magst.
Man nennt dies dann Komplet (eigentlich das abschließende Nachtgebet in christlichen Klöstern) und
bringt seine Gedanken des Tages oder der Woche zu einem guten Abschluss.

Du kannst die Erfolgsliste und das Dankbarkeitstagebuch gern kombinieren.

So einfach geht es:
Schreibe 5 Dinge auf, die dir ganz besonders gut gelungen sind,
und/oder
Schreibe 5 Dinge (und sehr gern auch viel mehr) auf, für die du gerade wirklich dankbar bist.

Gib dir selbst ausreichend Raum und Zeit, diesen Punkten nachzuspüren, nachzusinnen und von den
ganz kleinen bis hin zu den mutigen großen Schritten alles festzuhalten, was dir so in den Sinn
kommt. Klopfe dir ohne Hemmungen einfach mal selbst auf die Schulter! Feiere dich!

Du bist großartig und es ist nur logisch, dass du das ab und an auch mal festhältst und gebührend
wertschätzt! Stärke deinen „Muskel“ des positiven Gesamtfokus und deines Selbstwertes und hab
am besten Spaß dabei. Zeichne oder klebe ähnlich wie beim Visionboard auch all das mit ein, was
deine Worte unterstützt und einrahmt. Du selbst bist ein wundervolles Kunstwerk in diesem Leben,
und dein Büchlein darf gern auch eins werden. Lass deine Kreativität frei!

Das Dankbarkeitstagebuch mit zu integrieren ist in dieser Kombination einfach super, weil dein Fokus
sich nicht „nur“ auf deinen Selbstwert und deine Erfolge richtet, sondern auch noch auf alles, wofür
du dankbar bist. Du erzeugst FÜLLE, denn wenn wir feststellen, wie vieles uns dankbar sein lässt,
richten wir unseren Fokus auf all das, was wir bereits haben, die Wunder, die wir erleben dürfen und
all die Dinge, die uns geschenkt werden. Da ist gar kein Platz für Mangeldenken… probiere es gern
mal aus! Kombinierst du also dein wertvolles Strahlen mit Fülle, dann kann es einfach nur gut
werden.

Die Vorteile

Du findest zu einem entspannteren Körpergefühl und einem insgesamt positiveren Gesamtfokus, was
dann wiederum deine Glücksgefühle und dein Wohlbefinden steigern wird. Immer wieder
festzuhalten, was besonders gut gelungen ist oder dich zutiefst dankbar gemacht hat, bildet zudem
ein so heilsames Gegengewicht zu all den deutlich negativ ausgerichteten Nachrichten zum
Geschehen in unserer Welt. Auch in unserer eigenen kleinen Welt haben wir leider die Tendenz, uns
an dem Negativen, Ärgerlichen, Unschönen viel länger aufzuhalten, als an all den wundervollen
kleinen wie großen Glücksmomenten dazwischen. Das ist dir sicher schon einmal aufgefallen.

Noch mehr für deinen Selbstwert und Erfolg findest du in diesem Happy Mind Magazine Artikel.
Gerne schau auch nach noch mehr Inspirationen für mehr Zauber in deinem Alltag in einem meiner
Bücher oder auf meinem Blog.

Mehr Infos dazu findest du hier.

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