Richtig planen: So erreichst du zwischen Zielstrebigkeit und Flow deine Ziele

von Lena Riemann

Bist du jemand, der gerne plant, Listen schreibt und Termine ausmacht?

Ich bin so. Früher habe ich mir Wochenpläne geschrieben und in meinem Handykalender alle Termine eingetragen. Feste Zeiten für Workouts, Treffen mit Freunden, Telefonate – alles im Voraus geplant. Der Tag war immer voll und der Gedanke daran, dass Termine auch ausfallen oder verschoben werden könnten, machte mich nervös.

Trotz der guten Planung habe ich mich nur langsam auf meine Ziele zubewegt. Rückblickend kann ich erahnen, woran das liegt. Meine Erkenntnisse möchte ich mit dir teilen und dir darüber hinaus Tipps mitgeben, wie du deine Ziele ohne unnötige Umwege erreichen kannst.

Ein Plan ist gut,…

Manchmal ist es wichtig, Pläne zu machen. Pläne können sogar gegen kurze depressive Episoden helfen, denn sie zeigen dir deine Ziele auf und geben dir Motivation, auch in schwierigen Lebensphasen weiterzumachen.

Mein Wunsch war ganz lange, Yoga zu unterrichten. Ich erinnere mich, dass ich vor etwa sieben Jahren als Teil der Berufsvorbereitung im Studium meinen Wunschalltag inklusive Traumberuf beschreiben musste. Das klang ungefähr so: Ich stehe früh auf, bin zum Sonnenaufgang am Strand, surfe, unterrichte Yoga und bin mit Freunden zusammen. Das war als Politikstudentin ziemlich exotisch und ich glaube nicht, dass ich mich traute, meine Vorstellung im Seminar zu teilen.

Den Traum behielt ich im Kopf, schob ihn jedoch unendlich lange vor mir her. Ich glaubte, mich perfekt vorbereiten zu müssen. Wie? – Mit einem guten Plan. Ich plante, wie ich das Geld für die Yogalehrer-Ausbildung zusammen bekommen würde, wann ich Urlaub nehmen könnte, und verglich wahrscheinlich alle Yogalehrer-Ausbildungen, die auf dem Markt angeboten werden.

Aber obwohl die Absicht hinter meinen Plänen so gut war, kam immer irgendetwas dazwischen.

So vergingen Jahre.

…Handeln ist besser

Es hat sich erst wirklich etwas verändert, als ich angefangen habe zu handeln. Letztes Jahr bin ich einige Monate durch Portugal gereist und habe, wie immer, täglich Yoga praktiziert. Ich war ständig unter Leuten, von denen einige Interesse an Yoga zeigten. Also begann ich, gemeinsames Yoga zu organisieren und sammelte erste Erfahrungen im Unterrichten. Es war ein totales Chaos. Aber trotzdem machte ich endlich das, was ich mir wünschte.

Glaub an dich selbst und nimm deine Träume ernst

Gibt es Träume, die du unbedingt verwirklichen möchtest – aber schon zu lange vor dir herschiebst? Wie oft hörst du (noch) auf die Stimme in deinem Inneren, die in die Ideen und Wünsche zum Vorschein bringt? Hörst du die Stimme überhaupt?

In ihrem Buch “Big Magic“ schreibt die wunderbare Elizabeth Gilbert, dass Inspiration ständig versucht, mit uns zu kommunizieren – durch Träume, Hinweise, Zufälle, Déjà vu-Erlebnisse, spontane Gänsehaut oder immer wiederkehrende Ideen, die uns Nächte lang wachhalten. Das Problem ist, dass wir oft nicht zuhören.

Alles, was du gerne machst, ist ein Zeichen deiner Intuition. Die Dinge, bei denen du dich richtig gut fühlst und die Zeit vergisst, zeigen dir den Weg zu deiner Lebensaufgabe. Deswegen ist mein Tipp: Nimm jede deiner Interessen ernst und widme ihnen Zeit. Nimm deine Wünsche wahr, egal wie absurd oder unerreichbar sie scheinen mögen. Sie sind nicht ohne Grund in deinem Herzen.

Deine Gedanken erschaffen deine Realität

Du selbst erschaffst dir deine Realität.

Wenn du dich schon lange mit Yoga und Spiritualität beschäftigst, hast du diesen Satz wahrscheinlich schon unendlich oft gehört. Zu Recht, denn er ist so wichtig. Insbesondere wie du über dich selbst und deine Fähigkeiten denkst, bestimmt, ob du deine Ziele einfach erreichst oder dafür kämpfen musst.

Alle unserer Gedanken sind schöpferisch. Allerdings sind wir uns dessen meist nicht bewusst. Das heißt nicht, dass wir aufhören, unsere Realität zu erschaffen – wir machen es dann unbewusst und vielleicht sogar zu unserem Nachteil.

Ich finde, das ist in dem Buch „Gespräche mit Gott Band 1“ von Neale Donald Walsh sehr schön beschrieben. Auf die Frage „Wann wird mein Leben endlich abheben? Was ist nötig, um es »auf die Reihe zu kriegen«, und zu einem Mindestmaß an Erfolg zu gelangen?“ lautet darin die Antwort: „Möchtest du wirklich, dass dein Leben »abhebt«? Dann verändere deine Vorstellung davon, von dir selbst. […] fang sofort an, es dir vorzustellen, wie es deinen Wunsch nach sein soll – und begib dich in diese Projektion hinein. Überprüfe jeden Gedanken, jedes Wort und jede Handlung, die sich nicht in Einklang damit befinden, und entferne dich von diesen.“

Ziele erreichen: Schritt für Schritt

Als Zusammenfassung ist hier eine Schritt für Schritt-Anleitung:

  1. Entscheide dich dafür, was du willst.

Um irgendwo anzukommen, musst du erstmal wissen, wo du hin willst. Hab dein Ziel vor Augen aber verbringe nicht zu viel Zeit mit diesem Punkt. Du musst jetzt noch nicht alles perfekt ausgearbeitet haben. Selbst wenn du einen guten Plan hast, sei darauf vorbereitet, dass du ihn ändern werden musst.

Entscheide dich vor allem dafür, alles auszuprobieren. Folge deinen Interessen.

Entscheide dich für die Erfahrung.

  1. Denk nicht zu viel nach, handle.

Fang an, in kleinen Schritten. Jetzt.

Sobald du ins Handeln kommst, werden sich neue, wunderbare Möglichkeiten für dich ergeben.

  1. Sei hartnäckig, glaube an dich selbst, vertraue dem Universum und warte.

Alles geschieht aus einem Grund. Du triffst immer die richtigen Menschen zur richtigen Zeit und die besten Möglichkeiten ergeben sich dann, wenn du bereit bist, sie wahrzunehmen. Glaube daran, bleib auf deinem Weg und sei in der Zwischenzeit gut zu dir selbst.

Praxis-Tipp: Chakra-Meditation

Setze dich in einen bequemen Meditationssitz. Du kannst Blöcke, Kissen oder Decken benutzen, um es dir gemütlich zu machen. Achte darauf, dass deine Wirbelsäule gerade und deine Beine entspannt sind.

Nimm deinen Atem wahr. Verlängere bewusst deine Ein- und Ausatmung. Stell dir vor, wie mit der Einatmung frische Luft deinen Bauch und deine Lungen füllt. Mit der Ausatmung ziehst du deinen Bauchnabel sanft nach innen und lässt gedanklich alles los, was dich heute bisher beschäftigt hat.

Atme so einige Male, bis du dich zentriert und entspannt fühlst.

Lenke deinen Fokus zu der Stelle über deinem Bauchnabel. Stell dir dort ein gelbes, pulsierendes Licht vor. Die Luft, die du einatmest, ist gelb und geht direkt an diese Stelle. Mit jedem Einatmen wird das pulsierende Licht größer und heller.

An dieser Stelle sitzen deine Intuition und deine Willenskraft. Verbinde dich mit dieser Energie, die von deinem Zentrum aus gelbe Strahlen aussendet. Dort werden deine Schöpfungen geboren. Frage dich selbst, welche Idee als nächstes geboren werden möchte. Hör und spür in dich hinein. Verweile so einige Minuten.

Dann lenke die Aufmerksamkeit zurück auf deine Atmung. Lass dich von deinem Atem zurück ins Hier und Jetzt tragen. Mach kleine Bewegungen mit deinen Fingern und Zehen, um in deinem Körper anzukommen. Bevor du mit deinem Alltag weitermachst, bedanke dich still bei dem Schöpfer in dir.

Ich würde mich freuen, von dir zu hören, welches deine Ziele und Wünsche sind und welche Erkenntnisse dir die Meditation gebracht hat.

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