7 Tipps gegen PMS = Pre Monster Syndrome

von Julie Meyer Christian

Ich habe schon immer zu den Frauen gehört, die während ihrer Tage riiiiichtig leiden mußten. Direktemang weitergegeben von den Maya Prinzessinnen, die sich fluchend Urwaldmoos in die Unnerbüx stopften und ihren Liebsten ankeiften, ihnen gefälligst sofort eine heiße “Xocolatl” mit Zimt zu machen, aber pronto.

Die deutsche Frauenseite meiner Familie spürte an diesen speziellen Tagen im Monat nichts dergleichen in sich aufwallen und so übernimmt mein Latino-Über-Ich während dieser Uterus- Detoxtage kurzerhand meine Steuerzentrale im Präfrontalen Cortex. Meine Hosen kneifen, meine BH’s sind magisch geschrumpft, meine Haare sitzen noch weniger als sonst und alles essbare in meiner Nähe wird eingeworfen.

Ich weine unkontrolliert bei der Nivea Werbung, laufe blubbernd vor Glück und Salsa-tanzend zum Kühlschrank, um mir wütend die Familienpackung Ben&Jerry’s “Iss-mich-wenn-Du-blutest” zu holen und komplett aufzuessen, um dann mit noch dickerem Bauch als vorher, wieder weinend auf dem Sofa zusammen zu brechen und zu verenden.

Es ist und bleibt ein Fest.

Ich kann verstehen, wenn die Y-Chromosom Träger hierauf erstmal einen bis mehrere Schritte zurückstolpern und sagen “Woha. Sie könnte mich jetzt umbringen, im Garten verscharren und vor Gericht gezerrt zu ihrer Verteidigung sagen: “Bitte entschuldigen Sie, Euer Ehren. Aber es war Vollmond, ich hatte meine Regel und er hat einfach nicht auf meine WhatsApp Nachricht geantwortet!” – und frei gesprochen werden.“

Hey – ich hab es mir nicht ausgesucht und der Rest der Superheldinnen auf der Welt, die 5 Tage bluten ohne zu sterben, auch nicht.

Sobald meine Humorsynapsen wieder reibungslos funktionieren, werde ich milde lächeln, ob solchen männlichen Vorurteile, bis dahin halte ich mich an diese kleinen Helferlein:

  • Oldschool Wärmflasche oder Oma-Elektro-Heizkissen und ab aufs Sofa – ein Plädoyer für mehr Ruhe an den Tagen
  • Ich versuche den Detox Effekt durch leichte Kost zu unterstützen: mehr Gemüse, mehr Reis, einen Safttag…außerdem hab ich dann mehr Platz für Schokolade
  • Ab in die heiße Wanne, mit Kerzen, Musik und Glitter-Badeballs von Lush
  • Das Elend mit Freundinnen per Telefon bereden: Eine Leidensgenossin gibt es mindestens immer
  • Ich trinke mehr als sonst: viel Wasser und Detox Tees, wie z.B. Brennesseltee
  • Ich beschränke mich auf sanfte Yin Yoga Übungen
  • Autogenes Training oder eine Chakren Mediation tun mir jetzt besonders gut

Das Gute ist, diese Tage gehen auch wieder vorbei. Du kriechst aus dem Tal der Tränen, guckst blinzelnd in die Morgensonne, schnallst Dir die Highheels anstatt der Birkis unter die Füße, malst Dir einen roten Kußmund auf und gehst auf die Suche nach den Männern, die sich die letzten Tage vor Dir im Gebüsch versteckt haben.

Noch mehr zu gucken/lesen: Thoughts you have on your period auf YouTube. || Ein paar Tipps für die “Tage.”

6 Kommentare

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6 Kommentare

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Greensoul 11. Februar 2015 - 9:47

Oh Gott, ich will keine Spielverderberin sein und bin auch weiß Gott nicht vor ein paar Stimmungsschwankungen und Wassereinlagerungen vor und während der Tage gefeit. Aber ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es etwas ausmacht, wie man den Monat vorher “gelebt” hat. Sprich, wenn ich mich ungesünder ernährt und insgesamt ungesünder als sonst gelebt habe (mehr Zucker & Fett, weniger Schlaf etc. als sonst) merke ich das sofort auch an den PMS und an meinen Tagen. Dann habe ich nämlich auch schon mehrere Tage vorher die typischen Symptome.
War der Monat aber essenstechnisch ziemlich “clean”, und ich habe auch sonst relativ gesund mit viel Sport und Schlaf etc. gelebt, merke ich es erst, wenn es zu spät ist, so nach dem Motto “Huch, schon wieder soweit”.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen…und ich will jetzt auch nicht damit sagen, dass jede Frau, die schlimme PMS hat, selber Schuld daran hat. Aber ich weiß von vielen anderen, dass sie das auch bemerkt haben.
Auf jeden Fall hat man bzw. frau da eine Menge in der Hand gegen PMS,, allerdings schon die ganzen 28 Tage davor! ;-)
Viele Grüße,
Dominique

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Christina 12. Februar 2015 - 9:47

Liebe Dominique,

danke für deinen Kommentar, das ist auf jeden Fall ein guter Hinweis. Liebe Grüße, Christina

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Fräulein Julia 11. Februar 2015 - 9:47

Das sind gute Tipps für die Tage selbst.
PMS ist aber fast noch schlimmer. Das bemerke ich leider immer sehr spät, wenn ich meinen Mann erst ankeife und dann in Tränen ausbreche oder einfach keine Kraft habe, morgens aufzustehen & mich dann frage “was zur Hölle ist hier los?” – im Idealfall lässt man mich dann wirklich besser allein, damit ich mir die Bettdecke über den Kopf ziehen und im Weltschmerz versinken kann.

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jana 11. Februar 2015 - 9:47

nur der verständnis halber: eigentlich sind das doch tipps für die tage selbst, und nicht die tage vor den tagen (die ja eigentlich mit pms gemeint sind), oder?

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Christina 11. Februar 2015 - 9:47

Hey Jana, ohne den Text verfasst zu haben würde ich sagen, dass Yin Yoga, Meditationen, Telefonate mit Freundinnen und Wärmflaschen an den Tagen vor den Tagen als auch an den richtigen Tagen eine super Unterstützung sind.
Viele Grüße!
Christina

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Marlene 11. Februar 2015 - 9:47

Großartig!!! :D

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