Mindful Eating – so funktioniert achtsames Essen im Ayurveda

von Verena Becker

Achtsamkeit beim Essen fängt mit der Auswahl der Lebensmittel an und endet mit der Verdauung. Wenn wir achtsam und aufmerksam essen, schmecken wir das Essen mit allen Sinnen, sorgen für Wohlbefinden, eine gute Verdauung und Verstoffwechselung unserer Mahlzeiten und somit für ein Mehr an Energie. Oft ist jedoch genau das Gegenteil der Fall.
Wir essen nebenbei, zu schnell oder sind auf dem Sprung. Dabei ist achtsames Essen genauso wichtig, wie die Wahl der passenden Lebensmittel. Denn wir können die gesündeste Bio-Nahrung der Welt zu uns nehmen, wenn unser Körper nicht in der Lage ist, diese angemessen und vollständig zu verdauen, nützen uns diese gar nichts.

1. Mit Verstand und Herz

Mindful Eating bedeut auch in seinen Körper hineinzuspüren und sensibel für die eigenen Bedürfnisse zu werden. Eine warme cremige Suppe im Winter oder ein grüner Salat im Sommer – je nach Jahreszeit und aktuellem Zustand ändern sich unsere Bedürfnisse, unsere Verdauungskapazität und sind in einem stetigen Wandel. Anstatt sich nach einem festen Regelwerk zu ernähren, sollten wir öfter mal wieder auf unser Körpergefühl hören und nicht nur mit Verstand, sondern auch mit Herz kochen, essen und genießen.

2. Mit allen Sinnen

Es lohnt sich darüber nachzudenken, was mit uns passiert, wenn wir hungrig sind und essen. Bereits vor dem ersten Bissen bereiten wir den Körper auf die Nahrungsaufnahme vor. Wenn wir eine leckere Speise sehen, riechen, fühlen und vielleicht auch hören, wird Agni, das Verdauungsfeuer angeregt und wir bekommen Appetit. Sobald wir das Essen im Mund haben und beginnen es zu kauen, erhält unser Verdauungssystem Informationen über das, was demnächst so auf ihn zukommen wird. Dabei spielt der Geschmack (süß, sauer, salzig, bitter, scharf, zusammenziehend) der Speise eine entscheidende Rolle. Alle Geschmäcker wirken im Ayurveda unterschiedlich auf den Körper und den Geist. Erst wenn du dein Essen achtsam isst, kannst du diese wahrnehmen. Versuche in deinen Speisen jede Geschmacksrichtung und jedes Lebensmittel und Gewürz zu erschmecken. Achte auf die verschiedenen Texturen, Gerüche und Geräusche. Dies hilft dir dabei, dich voll und ganz dem aktuellen Moment zu widmen.

3. Ohne Ablenkung

Ohne Buch, Laptop oder Fernseher – versuche wenigstens eine Speise am Tag in Ruhe und ohne Ablenkung zu essen. Du wirst sehen, wie sehr sich deine Wahrnehmung verändert!

4. Achtsames Kauen für ein gutes Bauchgefühl

Das Kauen ist der erste Schritt der Verdauung. Nur wenn ausreichend gekaut wird, kann die Nahrung mit Speichel vermischt werden. Dieser enthält das Enzym Amylase, was für die Verdauung der Kohlenhydrate zuständig ist. Sei es ein Smoothie, Salat oder Kitchari – jede Speise sollte ausreichend gekaut werden, am besten mindestens 20-30 Mal. Auch wenn es anfangs etwas ungewohnt ist, mit der Zeit wirst du es nicht mehr missen wollen. Es sorgt für mehr Geschmack und Genuss, innere Ruhe, eine bessere Verdauung und mehr Energie.

Hast du noch mehr Tipps für achtsames Essen? Ich freue mich auf deine Nachricht.

Alles Liebe, Verena
Achtsames Essen im Ayurveda
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