Mind Modification in Etappen: Teil 2

von Mike

Words of wisdom: 

Achte auf deine Wortwahl. Wer ist eigentlich dieser MAN, von dem du so oft sprichst? Häufig distanzieren wir uns durch die Verwendung dieses Begriffs von uns selber und depersonalisieren eine Aussage. Dadurch erschaffen wir ein vermeintlich allgemeingültiges Weltgesetz, was zum einen auf andere Menschen übergriffig wirken kann, da sie ggf. andere Überzeugungen haben, und zum anderen den Anschein erweckt, wir wären Opfer dieser grundsätzlichen Gegebenheiten, denen gegenüber wir keinen andersartigen Verhaltensspielraum haben: So tu man das – das macht man so nicht…

Was MAN macht und was MAN nicht macht

Das was MAN angeblich so macht oder nicht, trifft auf uns Einzelne nur sehr eingeschränkt oder vielleicht auch gar nicht zu. Es verhält sich ähnlich wie mit einer Orientierung an einer Norm, die wir von einem Durchschnitt ableiten. Stellen wir uns eine außerirdische Bevölkerung vor, in der Frauen 1,60 Meter und Männer 1,80 groß wären. Der Durchschnitt der Größe wäre bei gleicher Anzahl von Männern und Frauen 1,70 Meter. Zieht man daraus die Schlussfolgerung, dass der durchschnittliche Bürger 1,70 Meter groß ist und das mit Normalität gleichsetzt, landet man fernab der Realität, da NIEMAND dieser Population tatsächlich eine Größe von 1,70 hat.

Wir missachten bei ähnlichen Szenarien, dass Aussagen, die wir mit MAN zur Maskerade verkostümieren, sehr viel (mehr) mit uns persönlich zu tun haben, als wir es uns und anderen eingestehen (wollen). Das, was Fred über Fritz sagt, sagt meist mehr über Fred, als über Fritz. Das liegt an unserer Neigung zu Projektionen. Wir beabsichtigen, uns und anderen Glauben zu machen, dass etwas generell so und so sei. Wieso tun wir das? Weil es uns oft entlastet und von der Übernahme von Eigenverantwortung entbindet.

Wer trägt die Verantwortung?

Doch ohne eigenverantwortliches Handeln werden wir zum passiven Spielball anderer und erleben uns dann als Opfer von Rahmenbedingungen und Umständen. Die Verantwortungsübernahme unserer Lebensgeschichte müssen wir jedoch lernen, da zu Beginn unseres Lebens tatsächlich erst einmal andere Personen diese tragen, wie bspw. unsere Eltern. Anstatt uns im Erwachsenenalter selber für mündig zu erklären und unseren Handlungsfreiraum anzuerkennen, tendieren wir dazu, die Entscheidungsgewalt für folgende Prozesse unseres Lebens weiter auf andere Personen oder Institutionen zu übertragen. Wir erwarten von diesen, dass sie weiter die Obacht haben und Sorge für uns tragen – hinsichtlich unserer finanziellen Absicherung oder persönlichen Bedürfnisbefriedigung: Uns eine heile Welt erschaffen und erhalten. Wenn wir diesbezüglich unzufriedenstellende Erfahrungen machen, möchten wir die Verantwortung dafür dann auch gern in die Hände derer interpretieren, denen wir sie übergeben zu haben meinen – ohne deren Einverständnis. Als Konsequenz entstehen Schuldfragen und Verärgerung breitet sich aus.

Unser Glück liegt in unseren eignen Händen und nicht denen anderer, so dass wir es dort vergeblich suchen werden. Erst wenn wir diese Erkenntnis im wahrsten Sinne des Wortes verinnerlichen, uns als Strippenzieher begreifen und erkennen, dass wir die Fäden selber in den Händen halten, ermöglichen wir uns Selbstwirksamkeitserfahrungen, die ein glückliches Leben befördern. Stattdessen besteht die Alternative in Schuldzuweisungen, Zorn und Ohnmachtsempfinden. Wir erleben uns als Opfer eines unkontrollierbaren Systems, auf welches wir keinen Einfluss zu haben glauben. Letztlich gilt es sich dafür zu entscheiden, die Augen zu öffnen oder verschlossen zu halten hinsichtlich der eigenen Möglichkeiten.

Muss ich oder muss ich nicht?

Gerne verwenden wir auch Begriffe wie „müssen“, wobei es zu Ende gedacht tatsächlich eher wenig gibt, was wir tatsächlich müssen. Verabschiede dich von dieser Illusion und löse die Ketten der selbstauferlegten Verpflichtung. Sobald sich ein MUSS in deine Wahrnehmung einschleicht, tausche es aus. Ersetze das MUSS oder SOLL durch die Aussage: Ich entscheide mich aus freien Stücken dazu, dieses und jenes zu tun oder zu lassen und zwar aus folgendem Grund: …(der positiv ausgedrückt werden sollte). Positiv meint an der Stelle, welche positive Konsequenz sich daraus für dich ergibt – ggf. erscheint auch hier wieder das Gute am Schlechten auf der Bildfläche. So unglaublich es manchmal auch erscheinen mag, tun wir nahezu kaum etwas, was nicht in irgendeiner Form von Nutzen für uns ist.

 


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