Mach Pause, Baby!

von Kathrin Schünemann

Trifft man dich auch gerne mal auf der Überholspur an? Oft rasen wir wie irre durch unser Leben. Manchmal lassen wir es gar an uns vorbei rasen. Überwältigt von all dem, was wir so zu tun haben. Den Aufgaben, die wir uns selber geben. Ich bin sehr gut darin. Habe oft so viel zu tun, dass ich schon beim Gedanken daran aus der Puste bin.  Hin und wieder protestiere ich. Führe rebellische Selbstgespräche. „Ich muss gar nix!“ Ehrlich gesagt, eine solche Phase hält nicht wirklich lange an, denn auch wenn ich das alles gar nicht tun MUSS, so möchte ich doch die Resultate genauso haben.

Sind wir dann schon mal im Turbo-Gang unterwegs, fügen wir doch noch etwas hinzu. Nämlich inne halten. Pause machen. Was? Fragst du dich auch gerade, wann denn das noch?

Pausen gehen auch anders. Und zwar völlig effizient, während du etwas anderes tust. Richtig gelesen. Warte-Situationen eignen sich perfekt dafür. Warten ist für mich meistens eine harte Geduldsprobe. Ich sehe schon, wie plötzlich die Zeiger der Uhr doppeltes Tempo aufnehmen. Jetzt nutze ich diese Zeit ganz bewusst. Genau, zum Innehalten.Probiere doch mal das:

Egal ob in der Bahn, im Bus, an der Kasse – anstatt deine Emails zu lesen, zu telefonieren, zu SMS‘en oder dich sonst wie zu beschäftigen, mach diese Zeit zu deiner Pause. Nutze diesen Moment, um voll da zu sein. Genau da, wo du gerade bist. Schau dich um, nimm wahr. Sei bewusst. Was passiert da um dich rum? Nutze diese Zeit, dich mit deiner Umgebung zu verbinden. Tauche ein. Sei da. Genau in dem Augenblick, genau in der Situation. Gehe raus aus deiner Beobachter-Position, rein in den Moment. Sei Teil des Ganzen.

Oder das: 

Gleiche Situation, du wartest. Nutze diese Zeit um dich mit dir selber zu verbinden. Dich zu erden. Atme bewusst und tief. Tauche ein. In dich. In diesen Moment. Wie eine kleine Mediation. Einfach nur atmen und sein. Die Gedanken, die kommen, schau sie an und lass sie weiter ziehen. Das Drumherum spielt keine Rolle mehr. Sei voll und ganz bei dir. Alles andere darf gleich wieder. Diesen Moment BIST du einfach nur.

Wartezeiten können uns zur Weissglut treiben. Oder sie können Geschenke sein. Es ist deine Wahl! Nutze sie. Als Ruheinseln. Für DICH.

4 Kommentare

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4 Kommentare

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Maite 14. Oktober 2014 - 9:47

Ach, es ist immer wieder gut nochmal daran erinnert zu werden. Passend zum Thema lese ich gerade das wunderbare Buch ” Fuck it! Einfach loslassen!”
Maite

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Christina 14. Oktober 2014 - 9:47

hehe, ja! Fuck it! :) Ein sehr gutes Mantra. Liebe Grüße, Christina

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Kathrin 11. Oktober 2014 - 9:47

Lieben Dank Franzi! Ich kenne das gut – es gelingt dir, sobald du diese “Momente für dich” auf deine Liste der sinnvollen Dinge setzt. Sinnvoll und wichtig, um wieder fit zu sein für andere wichtige Dinge :-)

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Franzi 11. Oktober 2014 - 9:47

Ein toller Artikel. Ich wünschte, das würde mir endlich einmal gelingen. Leider ist da immer dieser Drang, jede freie Minute “sinnvoll” zu nutzen. E-Mails checken, Spiegel Online, Instagram – nach 20 Minuten U-Bahn-Fahrt bin ich immer völlig geschafft :-) LG, Franzi

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