Let’s talk about Koshas. Zwiebellook – mal anders. Ein Versuch.

von Anna Maria Walcher

Kosha what? Der Aufbau des energetischen Körpers hat einiges zu bieten: von den Koshas zu Prana mit dessen Nadis und finalmente – die Chakren. Was sind nun diese fünf Schichten des Körpers? Wie erkennt man sie? Sind sie spürbar? Wie lassen sie sich wahrnehmen? Und für mich als Texterin und Yogalehrerin stellt sich die Frage: Kann man den einzelnen Zwiebelwesen auch mit Schreibtechniken näherkommen?

Schichten unseres seins.

Die Fakten: Koshas sind Schichten, die vom physischen Körper in die feinstofflichen Ebenen übergehen bis zum tiefsten Innersten, dem Wesenskern, auch Atman genannt. Sie wirken nach innen und nach außen.

Meine erste Begegnung mit dem Thema Kosha geschah während des Yoga Teacher Trainings bei Helene Krainer (www.alpine-yoga.at). Ich sehe sie heute noch vor mir sitzen, wie sie Ebene für Ebene erklärte, ihre Handbewegungen, die Betonungen und Pausen. Als ich das Thema meinen Yogaschülern näherbringen wollte, merkte ich, wie ich langsam unbewusst diese Handbewegungen mit einbaute und mich an diese Situation zurückerinnerte. Warum? – und so begann ich mich auf meine eigene Kosha-Reise.

Ich kam für mich zum Schluss, dass je tiefer du Schicht für Schicht nach innen gehst, kehrst du dein Leuchten auch nach außen. Es wird spürbar und lässt sich damit vergleichen, dass wenn du für eine Sache brennst, oder du von etwas überzeugt bist, das jemanden auch zeigst und nicht nur für dich behältst, dann leuchtest du nachhaltig für andere. Mir bleibt nur zu sagen: Danke Helene!

So mein Geist wollte mehr wissen. Ich fragte mich, wie lässt sich mein eigenes Licht Schicht für Schicht von mir auf mich lenken. Wie kann ich meine Koshas auf eine Art und Weise spürbar machen? Was sind potenzielle Themen von jeder einzelnen Zwiebelschicht? Gibt es eine Möglichkeit hier mit Schreiben tiefer hineinzugehen?

Zu den Übungen:

Kosha, Kosha, Kosha

Annamaya Kosha:

Der physische Körper, deine Nahrungshülle. Haut, Faszien, Muskeln, Knochen und jede einzelne Zelle, die dich ausmacht.
Du stärkst ihn mit bewusster Ernährung, sattvischer Kost, Bewegung, gezielten Yoga Asanas, Massagen.

Übung 1. Journaling:

Stelle dir den Timer auf 7 Minuten und beginne mit dem ersten Satzanfang und lass die Worte fließen. Egal was kommt – lass alles! zu.

Mein Körper ist …

Übung 2. Analyse und Versöhnung.

Sobald die Zeit um ist: Schließe die Augen atme durch die Nase bewusst ein und länger durch den Mund aus. Nimm nun deine Aufzeichnung und lese bewusst jedes einzelne Wort.
Schau dir gut an, wie du über dich und deinen Körper schreibst. Streiche die Zeilen oder Wörter, durch die sich mehr nach negativen Glaubenssätzen anhören und ersetze sie mit einer positiven Formulierung. Versuche dich an einem positiven, schönen, vollkommenen Körperbild!

Übung 3. Journaling, die Zweite.

Öffne ein neues Journaling Feld mit folgendem Satzanfang:
Mein Körper ist ein Palast …

Pranamaya Kosha:

Der Energiekörper, Sitz deiner Ur-Energie Prana. Diese Schicht ist die Brücke zwischen Körper und Geist. Stärke dieses Kosha durch gezielte Atemtechniken (Pranayama), übe Vinyasa Flow Sequenzen um Prana fließen lassen zu können, geh hinaus in die Natur, singe und musiziere.

Übung 1. Journaling.

Ich bin voller Energie, wenn …

Übung 2. Vorstellungskraft.

Wie sieht für dich Prana aus? Oder wie stellst du dir den Übergang zwischen physischem und psychischem Körper vor? Nimm dir 7 Minuten und beschreibe ihn, male, zeichne – finde deinen Ausdruck.

Manomaya Kosha

Dein Informationskörper. Der äußere Geist mit mentalen und emotionalen Abläufen. Sinneseindrücke werden aufgenommen, sortiert und verarbeitet.

Zur Stärkung kommt dieses Kosha durch Yoga Nidra, Ordnung, Visualisierung von Gerüchen, Farben, Klänge.

Übung 1. Journaling.

Ich wünsche mir …

Übung 2. Aufschreiben.

Nimm dir erneut 7 Minuten Zeit. Ohne Musik, ohne „Störgeräusch“. Stell dir einen Wecker. Stift und Papier. Ein- und Ausatmen. Beginne nun alles aufzuschreiben, was du hörst, riechst, fühlst und siehst, ohne dabei den Blick großartig herumwandern zu lassen.
Just for your Info: Diese Übung lässt sich auch variieren, indem man einen Sinn wegnimmt. Ohrenstöpsel, Nasenklammer, halb offene Augen oder reine Tatsachenbeschreibung.

Vijnanamaya Kosha

Der Körper der Weisheit. Innerer Geist. Ort der Intelligenz. Hier werden die Eindrücke von Manomaya Kosha näher analysiert, verglichen, reflektiert, interpretiert und Entscheidungen getroffen.

Stärke dich hier mit Meditation, Übungen zur Gelassenheit, Werte pflege und Konfrontation mit kritischen bzw. unangenehmen Fragen.

Übung 1. Meditation in der Stille.

Nimm wahr was kommt nach dem Prinzip: Look at it but don’t touch it.

Übung 2. Journaling.

Ich bin der Meinung, dass …

Anandamaya Kosha:

Dein Glückseligkeitskörper voller Hingabe und Liebe. Der innerste tiefste Kern von dir.

Um hier dieses Kosha zu stärken, empfehle ich dir Zeit mit dir allein.

Übung 1. Journaling.

Mein tiefstes Inneres leuchtet mir …

Übung 2. Meditation.

Aufrechter Sitz und geschlossene Augen. Ausgangssituation: Stelle dir eine Person vor, die du über alles liebst. Sie lacht, sie strahlt mit ihren Augen. Gehe weiter und lasse nun einen zauberhaften Moment nach dem anderen aufkommen. Wechsel deine Hingabe zu allem, was dir Freude bereitet. Eine Blume, eine Frucht im Garten, ein lachen, ein Geruch, ein Gefühl, eine Berührung, ein Klang. Sobald du ins Stocken gerätst und sich die Ratio einschaltet – nimm dir wieder diese Person heran und beginne deine Glückseligkeitsreise von Neuem.

Sei neugierig was Kosha für Kosha auf dich wartet.
Herzlichst eure Anna

PS: Zwei Dinge: Helene Krainer arbeitet derzeit an kurzen Informationsvideos zu jedem einzelnen Kosha, die in den nächsten Monaten online gehen werden.

Mein nächster write & yoga Workshop zum Thema „Worte meines Herzens“ findet am 15. Februar 2020 in Absam in Tirol statt. Nähere Infos findest du auf meiner Seite.

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