Was ist eigentlich Yin Yoga?

von Claudia Uhrig
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Als ich vor zwei Jahren meine erste Yin-Yoga-Klasse besucht habe, war das wie eine Offenbarung für mich: Ich war entspannter und ruhiger denn je! Durch das lange Verweilen in den Asanas hatte ich viel mehr Zeit, bei mir selbst anzukommen. Das kann natürlich auch zur Herausforderung werden. Je länger ich eine Position hielt, desto mehr ließ der Körper los und ich konnte noch tiefer hinein sinken. Für mich war deshalb schnell klar, dass Yin-Yoga die perfekte Ergänzung meiner dynamischen Yogapraxis ist.

Im letzten Jahr durfte ich den Begründer des Yin-Yoga – Paul Grilley – bei einer Ausbildung in Hamburg kennenlernen und viel von ihm lernen. Eine inspirierende Erfahrung! Er verdeutlicht, wie unterschiedlich jeder Körper ist und es somit auch nicht die „perfekte“ Asana geben kann. Jeder hat beim Yin-Yoga die Ruhe und den Raum, die Position seinem Körper anzupassen.

 

Aber worum geht es beim Yin-Yoga genau?

 

Es steht nicht in Konkurrenz zu den dynamischen Yogastilen, die sehr yang-lastig sind. Im Gegenteil! Yin und Yang bilden eine Einheit. Yang ist die männliche Kraft, die unseren Muskeln zugeordnet ist und so wie unser Alltag mit viel Bewegung verbunden ist. Yin steht für die weibliche Energie, die uns zur Ruhe kommen lässt und mit Knochen und Gelenken in Beziehung steht. Das eine kann nicht ohne das andere existieren.

Während wir im dynamischen Yoga den Fokus auf die Muskulatur setzen und eher aktiv sind, sind wir im Yin-Yoga passiv. Der Fokus liegt hierbei auf den tieferen Schichten des Körpers wie Bindegewebe und Faszien. Diese werden im dynamischen Yoga oft gar nicht erreicht.

Ein Merkmal des Yin-Yogas ist, dass der Rücken immer rund ist. Im Gegensatz zum dynamischen Yoga, wo wir den Rücken bewusst gerade halten. Der runde Rücken trägt zur Dehnung bei. So können wir besser in den tiefen Schichten arbeiten. Übrigens eine wunderbare Vorsorge. Im Alter werden unsere Gelenke zunehmend unbeweglicher. Durch Yin-Yoga können wir diesem Prozess vorbeugen.

 

Noch ein paar Worte zur Praxis

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Die Übungen werden in der Regel zweieinhalb bis fünf Minuten gehalten. Denn der Körper beginnt erst nach ein paar Minuten, sich zu öffnen. Auch hier gilt: Höre auf Deinen Körper und gehe nicht von Anfang an Deine Grenzen! Sinke viel mehr Stück für Stück in die Haltung. Dadurch erhöht sich in unserem Körper die Flexibilität und zum Teil können Anspannung gelindert und sogar gelöst werden. Der gesamte Chi-Fluss in unserem Körper wird harmonisiert. Wer einmal fünf Minuten in der Vorwärtsbeuge lag, ahnt, was ich meine.

Hier findest du ein paar Yin Yoga Übungen für Zuhause.

Wenn du noch ein wenig mehr über Yin Yoga erfahren möchtest:


 

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Mario 21. Januar 2016 - 9:47

Liebe Claudia,

Dein Bericht über Yin Yoga ist toll geschrieben und gliedert sich gut in Deine ansprechende Homepage ein.

Auch mir ging es so, dass ich zuerst lieber Yang-Kurse besucht habe – wirkliches Power-Yoga – nun aber die Mischung aus Yang und einer anschließenden Yin – Session liebe.

Alles Gute für Dich

Mario

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