Interview mit Young-Ho Kim: Yoga & Musik

von Redaktion
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Yoga und Musik sind für viele Yogis miteinander verknüpft wie das OM, das sie zu Beginn der Stunde singen. Ihr wisst selbst: Die Musik kann die Yogastunde tragen, euch motivieren, wenn es darum geht den Krieger III für 5 Atemzüge zu halten oder euch entspannen, wenn ihr gerade in der Pigeon Pose innerlich über euren Lehrer flucht.

Einer, der Musik und Yoga komplett versteht ist Young-Ho Kim. Er ist in Südkorea geboren und mit der asiatischen Kampfkunst Taekwondo aufgewachsen. Zusätzlich übt er seit Jahren Yoga, betreibt in Frankfurt das Studio Inside Yoga und reist als Lehrer und Ausbilder durch ganz Europa.

Seine große Expertise ist Yoga und Musik und er sein Motto lautet: Panta Rhei – alles fließt. Das Yoga, der Atem, die Musik und der Körper in Einheit.

Wir haben uns Young-Ho Kim für ein paar Fragen zu diesem spannenden Thema geschnappt.

HMM: Musik ist ein wichtiger Teil deines Unterrichts. Wie setzt du sie ein?
YHK: Musik kann motivieren, berühren und gleichzeitig entspannend sein. In meinen Klassen arbeite ich vorwiegend mit moderner Musik. Songs, die wir gerne im Alltag hören.

HMM: Dein ultimativer Tipp für eine Yoga Playlist?
YHK: Ausgerichtet auf die Yoga Stunde, kann es z.B. in Stretch & Relax auch klassische Musik, moderne Klavierstücke oder eine Chill-out Playlist sein, für Vinyasa Stunden und im Inside Flow wähle ich moderne Titel, die vom Thema zu der Stunde passen. Themen die Menschen begleiten und berühren: Liebe, Loslassen, Abschied und Freude z.B. Finde mich auf Spotify, meine Playlists sind öffentlich!

HMM: Welchen Tipp würdest Du Yogalehrern geben, die in ihrer Sequenzierung mit Musik arbeiten wollen?
YHK: Die Asanas sollten im Aufbau auf die Sequenzen aufeinander gut aufgebaut sein: „Die Bewegung mit dem Atem, den Atem mit der Absicht zu verbinden.“ Es geht darum, fließende Bewegungen auszuführen. Fließend so wie das Leben sein sollte. Natürliche Bewegungen, nicht rückartig, nicht zwanghaft. In der Natur sind alle Bewegungen fließend. Sinnvoll für eine gelungene Vinyasa Stunde ist es, den Song in Bewegung genau zu interpretieren, dabei gilt es, den sogenannten „dramaturgischen Faden“ systematisch aufzubauen und auf die Spitze zu treiben (Peak-Pose).

Der Höhepunkt der Choreographie muss klar zu erkennen sein. Genauso aber auch die Wiederholung der einzelnen Abschnitte/Refrain, sowie Anfang und Ende, sollten aufeinander abgestimmt und in sich stimmig sein. Im Inside Yoga Frankfurt haben wir hierzu die 4×7 Tage Ausbildung, diese kann flexibel als Modul gebucht werden, ein sehr beliebtes Modul ist die Vinyasa Woche.

HMM: Du hast jahrelange Erfahrung in fernöstlichen Entspannungsmethoden. Hast du eine Lieblingsmeditation?
YHK: Meine Lieblingsmeditation ist die Zen Meditation, eine buddhistische Meditation, die im Sitzen ausgeübt wird. Konzentrieren auf das „Nichts”, keine bildlichen Vorstellungen, keine Assoziationen, einfach nur bewusst da sein. Nicht gegen Gedanken ankämpfen, sich nicht darüber ärgern, aber sich auch nicht von ihnen wegziehen lassen, einfach unbeeindruckt beobachten.

HMM: Dein perfekter Savasana Song?
YHK: Im Moment : „ I have loved you for A thousand lifetimes“ von Michael Whalen

Danke für das Interview! Mehr Infos zu Young-Ho findet ihr unter Inside Yoga und unter Inside Yoga Conference & Meister Kim.

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