Happy Healthy Monday: Clean Beauty

von Janna Scharfenberg
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Unsere neue Rubrik Happy Healthy Monday geht heute los! Jeden zweiten Montag wird Happy Mind Autorin Janna euch tolle Infos und Inspirationen über Healthy Living, ganzheitliche medizinische Facts & Yoga und den unterschiedlichen Bereichen, die ein gesundes und glückliches Leben ausmachen. Janna befindet sich im letzten Abschnitt ihres Medizinstudiums, ist Yoga-Lehrerin und im Bereich Health Coaching und Ayurveda tätig.


Warum Clean Beauty genau so wichtig wie Clean Eating ist

Die meisten von uns achten genau darauf was sie essen und somit in ihren Körper aufnehmen. Begriffe wie Clean Eating, Fair Trade, Biologisch, Vegetarisch/Vegan, Raw Food sind keine exotischen Begriffe mehr und werden, individuell in unterschiedlichem Ausmaß, selbstverständlich und täglich gelebt.

Ich finde es toll, dass sich so viele Menschen Gedanken darüber machen was in ihren Körper wandert und so präventiv etwas für die persönliche Gesundheit tun. Doch ganz häufig wird ein entscheidender Punkt ignoriert:

Wir nehmen nicht nur über unser Verdauungssystem sondern auch über unsere Haut auf!

Dieses große Organ stellt eine empfindliche Grenze zur Außenwelt dar und resorbiert fleißig alles mit dem sie in Kontakt kommt. Nach diesem Prinzip wirken auch Schmerz- und hormonelle Verhütungspflaster.

Doch wer kontrolliert die Inhaltsstoffe auf dem Shampoo genau so penibel wie bei Lebensmitteln und kauft nur die Produkte, bei denen die gänzliche Auflistung überblickt werden kann?

Als Beispiel ein Auszug der Stoffe, die sich in einer, laut Etikett, „bio-natur“ Bodylotion  von dm befinden: Aqua, Glycine, Soja Öl, Cetearyl Alcohol, Polyethylene, Stearic Acid, Sorbitol, Magnesium Aluminium Silicate……

Ernsthaft? Das nehmen wir täglich auf? Also Essen würde das ja wohl keiner von uns, oder? Und die Frage, wie umweltschonend solche Inhaltsstoffe sind erübrigt sich sowieso.

Im Schnitt benutzt jede Frau jeden Morgen zwischen 8-10 Beauty- und Kosmetikprodukte.

Da kann man sich ja grob zusammenreimen was da an synthetischen und kritischen Stoffen über die Zeit zusammenkommt. Auf dem Kosmetikmarkt gibt es bisher wenige Regulationen für die Verwendung dieser mysteriösen Inhaltsstoffe und über Langzeitfolgen für die Gesundheit ist kaum etwas bekannt. Darum ist es wichtig auch in diesem Bereich kritisch zu konsumieren.

Folgende sechs chemische Keulen sollten vermieden werden:

  • Aluminium
    • Ist in vielen Deodorants zu finden und steht immer wieder in Verdacht Brustkrebs und Alzheimer zu begünstigen
  • Alkohole (Ethanol, Ethyl…)
    • Wirken reizend auf Haut und Schleimhaut und trocknen aus
  • Formaldehyd und dessen Abspaltprodukte
    • Ist eigentlich als Karzinogen klassifiziert, darf in kleinen Mengen aber verwendet werden, findet sich in Nagellack und vielen Haarprodukten
  • Glycerin
    • Eine chemische Verbindung, die als Weichmacher eingesetzt wird und Feuchtigkeit zieht. Diese Verdunstung erzeugt bei Cremes erstmal einen erfrischenden und kühlenden Effekt, trocknet letztendlich aber nur die Haut aus
  • Mineralöle
    • Ein Rohölprodukt, was in der Industrie als Schmiermittel verwendet wird. Es sorgt vordergründig für eine samtige Konsistenz, die sich wie ein geschmeidiger Film auf die Haut legt, aber die Poren verstopft und die Haut nicht atmen lässt.
  • Parabene
    • Diese werden als Konservierungsmittel verwendet, können hormonelle Wirkungen entfalten und lagern sich im Körpergewebe ab.

 

Im Alltag ist es schwierig diese Stoffe immer sofort zu erkennen, da sie viele verschiedene Namen aufweisen und es unzählige Spaltprodukte gibt. Die Homepage www.codecheck.info sowie die dazugehörige kostenlose App Codecheck können helfen Inhaltstoffe zu überprüfen und sorgen so für eine transparente Aufklärung. Zudem kann man sich schadstofffreie Alternativen aufzeigen lassen.

Unserer Gesundheit und Umwelt zuliebe sollten wir auf konventionelle Kosmetik verzichten und natürliche und reine Produkte verwenden. In weiteren Artikeln werden tolle Alternativen und weitere Infos folgen- so stay tuned!

Passend zum Thema hier noch ein kurzer Info-Film „The Story of Cosmetics“

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Viel Spass beim detoxen des Badezimmerschränkchens  (bei mir wurde es schlagartig ziemlich leer)

Für Themen-Anregungen, Inspirationen und Fragen bin ich jederzeit offen! Ich freu mich darauf und wünsche euch allen einen Happy Healthy Monday!

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IN GOOD HEALTH GUIDE: Warum du deine Bodylotion schnell entsorgen solltest - In Good Health 10. Dezember 2015 - 9:47

[…] Einen ganzen Artikel zu diesem Thema findest du hier von mir im Happy Mind Magazine: Clean Beauty! […]

Antworten
Clean Beauty ist das neue Clean Eating (Teil I) – In Good Health 7. Februar 2015 - 9:47

[…] achten solltest und welche Inhaltsstoffe du unbedingt vermeiden solltest erfährst du in meiner Kolumne “Happy Healthy Monday” im Happy Mind […]

Antworten
Kosmetik zum Selbermachen: Clean Beauty DIY 15. August 2014 - 9:47

[…] ersten Teil über Clean Beauty ging es ja grundsätzlich um konventionelle Kosmetikprodukte und potentiell schädliche […]

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Janna 24. Juni 2014 - 9:47

Liebe Maite,

vielen lieben Dank für deinen tollen Input!

Mit dem Aqua hast du absolut recht- es handelt sich hierbei um einen billigen Füllstoff, der meist sehr großzügig für Kosmetikprodukte verwendet wird und häufig bei der Auflistung der Inhaltsstoffe an erster Stelle steht (also eine Hauptkomponente verwendet wird).

Zum Glycerin:
Hier muss man unterscheiden zwischen pflanzlich hergestelltem aus kontrolliert-biologischem Anbau, welches qualitativ hochwertiger ist und verwendet werden kann. Man muss einfach bei trockener Haut bedenken, dass es eine austrocknende Tendenz hat, gerade bei trockener Heizungsluft.
Ich habe mich in dem Artikel auf das chemische Glycerin, also das aus Erdöl, bezogen. Dieses entsteht unter anderem auch bei der Produktion von Diesel u.ä. und ist nicht für unsere Haut geeignet, da es irritierend und austrocknend wirkt. Zudem ist es aus Umweltschutz-Gründen auch nicht sehr Ressourcenschützend.

Fazit: Pflanzliche Glycerine sind in moderater Menge in Ordnung, synthetische aber besser meiden!

Ich hoffe das hat dir weitergeholfen?

Herzliche Grüße,
Janna

PS: Selbstgemachte Kosmetik hört sich sehr spannend an. Was stellst du her? Ich würde mich freuen per Mail ein paar mehr Infos zu bekommen :)

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Maite 23. Juni 2014 - 9:47

Hallo, ich finde es super und wichtig, dass wir darauf gucken, was in unserer Kosmetik ist.
Ich mache deshalb meine Kosmetik selbst.
Aqua, also Wasser, ist natürlich nicht schädlich in Cremes, aber ein billiger Füllstoff, den man effektiver einsetzt wenn man ihn trinkt.
Welche Quelle sagt dir, dass Glycerin nicht gut ist? Ich kann dazu gerade nichts finden und hatte immer das Gegenteil gehört.

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Christina 24. Juni 2014 - 9:47

Hi Maite, hab deinen Kommentar an Janna weitergeleitet – die wird sich dazu bei dir melden. Liebe Grüße
Christina

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