Gedankenkarussell stoppen: der immer plappernde monkey mind

von Anna Maria Walcher

Unruhig, unkontrolliert und verwirrt. Der Geist springt von einem Gedanken zum anderen, eben wie ein Affe von Ast zu Ast. Hier eine Idee, da eine Sorge, dort ein Glaubenssatz. monkey mind ist ein Begriff den wir im deutschsprachigen Raum als Gedankenkarussell kennen. Was hat es damit auf sich? Wie kommt es dazu und wie lässt er sich stoppen?

Wie alles beginnt

Ein Tag wie jeder andere, nur die Kollegin im Büro patzt einen von der Seite an, ein Kunde springt ab oder die Ideen für den neuen social media Beitrag wollen einfach nicht kommen. Das Essen ist zu stark gewürzt, der Körper zwickt, man fühlt sich müde, die Haare stehen schief und der Bauchumfang ist zu groß. Die Mutter drückt genau den Knopf, die Freundin meint es ja nur gut und schon beginnt
das Spiel.

Einmal Fahrt aufgenommen ist es schwer wieder zu stoppen. Ihr kennt das vielleicht – man sitzt sich in ein Karussell, ein Schubser und los geht’s. Man dreht und dreht und dreht sich, unaufhörlich.
So verhält es sich eben auch mit unserem monkey mind. Unbeständig und launisch platzieren sich die Gedanken in deinen Kopf. Manche protzen, manche tun weh, manche machen dich ziemlich klein, manche lassen dich größer erscheinen als du bist. Sie hindern uns am Einschlafen, wir liegen wach, können uns untertags nicht konzentrieren und der Sorgenbarometer steigt ins Unermessliche.

Stress entsteht, Ärger folgt und die Aufregung ist spürbar

Eigentlich sind es Gedanken, die an einem anderen Tag, zu einer anderen Zeit, mit anderer Voraussetzung gar nicht so schlimm wären. Sie würden motivieren. Den Ehrgeiz aus der Ecke locken und der Mut würde wagen. Wenn da nicht eben diese Glaubenssätze wären, die Selbsteinschränkung, die eigenen Blockaden und das allein gelassene innere Kind.

„Mögen hätte ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut.“ – Karl Valentin

Tapfer beginnt man einen Gedanken in Angriff zu nehmen, der Sorge den Wind aus den Segeln zu nehmen und dann präsentiert einem der monkey mind einen neuen Ast, einen neuen Gedanken, ein neues Konstrukt. Und man steht da mit dem Gefühl, das Karl Valentin so trefflich beschreibt: „Mögen hätte ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut.“

Bewusst werden – was im Kopf ab geht

Das Gemeine an der ganzen Sache ist, dass es unsere eigenen Gedanken sind. Das Grübeln findet in unseren Köpfen statt! Die eigene Wahrheit ist oft verschoben und dieser Wirrwarr, der entsteht, ist meistens weit entfernt von der Wirklichkeit.
Fakt ist: Nur wir SELBST können diese Gedanken stoppen!

Ratsam wäre nicht nur zu wollen, sondern auch zu machen. Wir müssen dieses ständige Grübeln, das Gedankenkarussell, beenden. Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopf- und Rückenschmerzen, Gereiztheit, Magen- und Darmprobleme oder Muskelverspannungen wären mehr oder weniger die langfristigen Folgen.

Dagegen steuern

Schritt 1: Es ist wichtig, den schleichenden Prozess zu erkennen und diesen rechtzeitig zu stoppen.
Gedankentagebuch: Beobachte dich selbst, notiere deine Gedanken. Frage dich: Gibt es ein Muster? Sind es immer dieselben Themen? Wie sprichst du mit dir? In welcher Situation beginnt der monkey mind umher zu springen? In welchen sogar zu brüllen? Was sind mögliche Auslöser für dein Grübeln?
Notiere dir all diese Dinge über einen längeren Zeitraum. Sieh es wie eine Bestandsaufnahme. Es kann dir helfen zu erkennen – was dich belastet, warum und wieso.

Schritt 2: Akzeptiere deinen unruhigen Geist und gib ihm eine Aufgabe.
Achtsamkeitsübungen, Yoga, bestimmte Atemtechniken sowie Meditation können dir helfen aus den Gedankenloops auszusteigen. Nimm den Schwung raus! Mir persönlich hilft es zu schreiben, und zwar über ganz simple Dinge, hier ein paar Ideen für dich:

  • Was siehst du, wenn du jetzt in dem Moment aus dem Fenster blickst?
  • Beschreibe deinen Schreibtisch.
  • Welches Tier wärst du gerne? Beschreibe dich.
  • Wärst du ein Obst oder ein Gemüse? Warum, wieso, wie groß, wie schmeckst du?

Schritt 3: Komm in Bewegung.
Sport, kochen, aufräumen, putzen, Rechnungen sortieren, Gartenarbeit, … MACH!

Glaubt mir mein monkey mind überschlägt sich förmlich bei all den Bäumen, die ich ihm mit meinen drei Standbeinen biete.

So und nicht anders wurde ich zur Expertin für mein Äffchen. In meinen Workshops Write & Yoga (Corona bedingt im Status Planung) biete ich dir die Möglichkeit herauszufinden, was deine Affenbande liebt, wie sie ruhig gestellt werden kann, welche Übungen dir guttun können, was dein Herz dir sagen will und wenn es nur für die Dauer des Workshops ist.
Herzlichst Anna

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