3 Tipps um dein gutes Gefühl wiederzufinden

von Adriana Fuggiasco

happymindmagazine.de

Vor ein paar Tagen bin ich umgezogen. Die ersten Nächte im neuen Haus habe ich auf dem Boden verbracht, weil die Schrauben fürs Bett einfach verschwunden waren – verloren irgendwo im Umzugskarton-Nirvana.

Ich habe Rückenschmerzen vom Kistenschleppen und kann immer noch nichts finden ohne das ganze Haus auf den Kopf zu stellen. Außerdem funktioniert die Heizung nicht richtig und mein Meditationkissen ist auch weg. Wie soll man da entspannt und zufrieden in seiner Mitte bleiben?

Auch wenn eine Ausnahmesituation wie z.B. ein Umzug oder eine besonders stressige Phase im Job ganz schön kräfteraubend sein mag – es ist immer wieder auch eine gute Gelegenheit, sich bewusst zu werden, wie abhängig wir uns von äußeren Umständen machen. Und wie oft wir glauben, wir könnten erst dann glücklich sein, wenn alles um uns herum perfekt ist.

Klar, können wir immer alles noch besser machen, noch schneller arbeiten, damit wir noch mehr verdienen und noch etwas Neues kaufen, mit dem alles noch schöner wird. Aber macht uns das wirklich zufrieden?

Wenn man das ganze mal realistisch betrachtet: Ein Leben, in dem immer alles perfekt läuft, wird keiner von uns jemals leben. Die Lösung für dauerhaftes Glück kann also gar nicht von Außen kommen. Erst wenn wir lernen, mit den Hindernissen und Gemeinheiten des Alltags umzugehen, wenn uns äußere Umstände kein Leid mehr zufügen und wir uns selbst ein Anker sein können, können wir auch zu innerer Zufriedenheit finden.

So weit so gut. Aber wie sieht das jetzt in der Praxis aus? Denn so einfach das klingt – so schwer ist das mit der inneren Zufriedenheit in der täglichen Nahkampfzone Büro, Bahn oder Supermarkt umzusetzen. Übrigens auch für angehende Yogalehrerinnen ;)

Hier drei Tipps, wie du im chaotischen Alltag dein „gutes Gefühl“ wiederfinden kannst:

  • Bewusstwerden. Gleich nach dem Aufwachen werde dir bewusst, dass DU das bist, der gerade hier liegt. Und dass 24 neue Stunden auf dich warten. Auch wenn das vielleicht erstmal komisch klingt: Du hast es in der Hand, wie wie du dich fühlst – und wie dein Tag wird. Stell dir die einfache Frage: Will ich heute glücklich sein?
  • Innehalten. Nichts ist so dringend, dass nicht eine kleine (Atem-)Pause dazwischen passt. Gerade wenn es besonders chaotisch ist und du glaubst, du könnstest dir keine Auszeit erlauben: Atme ein paarmal tief ein- und wieder aus und nimm ganz bewusst das Jetzt wahr. Schließ die Augen, entspanne deine Kiefergelenke und die Schultern. Dein gutes Gefühl steckt in dir und ist immer verfügbar. Schaffst du es, dich wieder mit ihm zu verbinden?
  • Beobachten. Wenn etwas passiert, das dir nicht in den Kram passt, versuche deine Emotionen zu beobachten und ein paarmal tief durchzuatmen, bevor du handelst. Warum macht dich diese Situation wütend oder traurig oder ängstlich? Sobald es emotional wird, reagieren wir automatisch und unüberlegt. Ein wenig Abstand zum Geschehen verleiht Gleichmut und lässt dich mit etwas Übung vielleicht sogar über deine ersten Impulse lächeln.

Ach, und eine Runde Yoga in deinem Lieblingsstudio ist natürlich auch nie verkehrt :)

 

1 Kommentar

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Kim 22. November 2012 - 9:47

Schöner Text! Passt mir gerade sehr gut in den Kopf.

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