Die Yoga Conference 2013 & Interview mit Kino MacGregor

von Christina Waschkies
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Wir wurden im Rahmen einer Pressereise zur Yoga Conference eingeladen. Dieser Beitrag enthält Werbung. 

Die Yoga Conference 2013 fing mit einer kleinen Enttäuschung an, da man in Köln an einem Samstag morgen um 7 Uhr keinen Sojalatte bekommt. Wer mich persönlich kennt weiß, dass dies normalerweise Alarmstufe 2 bedeutet. Nach dem diese dann aber erstaunlich schnell überwunden war, wurde es ein toller Tag voller großartiger Yoga-Erfahrungen.


Pincha Mayurasana 8:30 h ging’s los mit Kino MacGregors “Armbalances for everyone”
und einem ersten persönlichen Treffen mit Bee von BeeAthletica.

Der Workshop startete mit dem Ashtanga Opening Mantra, das ich selbst noch nie gesungen hatte und das den Raum direkt mit einem tollen Vibe erfüllte. Kino’s Unterrichtsstil ist easy-breezy, lustig und trotzdem sehr präzise. Es gab eine anatomische Einleitung zu den Muskeln Latissimus Dorsi & Deltoid, die eine maßgeblichen Rolle bei Armbalancen spielen und einem die Kraft geben, eine Krähe oder andere Armbalancen überhaupt zu halten und zu der “Core Strength”, also der Kraft, die aus den unteren Rückenmuskeln und dem Bauch kommt, und die eigentlich die Hauptarbeit übernimmt. Genau diese Muskelgruppen wurden dann auch in diversen kleinen Vorübungen trainiert. Dann gab es noch eine Menge anderer Dinge zu beachten: Den unteren Rippenbogen einziehen, den Atem ausgeglichen fließen lassen und den Geist klar und ruhig halten.

Im Anschluss wurden Bakasana (Krähe), der Sprung von Bakasana in Chaturanga Dandasana, Baby Bakasana (Krähe auf den Unterarmen), und Pincha Mayurasana (Unterarmstand) geübt – und zwar mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass im Yoga der Weg das Ziel ist, dass jede auch nur allerkleinste Veränderung in der Asana ein toller Schritt ist und dass es lockere zwei Jahre dauern kann, um eine Asana überhaupt zu meistern. Dank Kino’s sehr genauer Erklärung zu kleinen Dingen, die es zu beachten gilt, fühlen sich Armbalancen jetzt auch schon gar nicht mehr so weit weg an. Hier kommt unser kleines Video – Interview mit Kino MacGregor:

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Der nächste Workshop war “Old School Power Yoga” mit Bryan Kest. 

Der Workshop startete mit einem Zitat von Gandhi: “Be the changeDer Yogalehrer Bryan Kest bei der Yoga Conference Köln that you want to see in the world” und einem wirklich nachdenklich stimmenden Hinweis von Bryan, seiner eigenen Yoga Practice immer die nötige Aufmerksamkeit und “Gentleness” beizuzollen. Falls unser Körper mit Schmerz reagiert, so ist es ein Warnsignal, ihm zuzuhören und darauf mit Moderation zu reagieren. Das Wort Asana bedeutet eigentlich nichts anderes als “To sit quietly”. In dieser Haltung kann man sich nämlich am allerbesten selbst zuhören und in dem Moment präsent zu sein. Sich immer wieder liebevoll daran zu erinnern, dass es nichts zu erreichen gibt. Sich zurückzuholen, wenn man verurteilende Gedanken denkt. Sich selbst Liebe entgegenzubringen, in dem man sanft mit sich umgeht. Sich selbst kennenzulernen und sich Intimität zu schenken. Passend zu diesem Thema gab es dann eine Runde “Sexual Healing” von Marvin Gaye über die Lautsprecher, gefolgt von einer Stunde Poweryoga, die immer wieder zum eigentlichen Thema zurückkam: Sich Pausen gönnen, Aufmerksam sein, die Asana genau ausführen und, wenn möglich, Lächeln. Bryan Kests Ansatz ist unfassbar cool und witzig und genau das hat diesen Workshop ausgemacht. Trotz ernstzunehmender Gedanken zu der Entwicklung von Yoga in den westlichen Ländern war es zu keinem Moment belehrend, sondern Beobachtungen eines Mannes, der seit mehreren Dekaden Yoga lehrt und diese mit einer Menge Humor weitergibt.

 

Kundalini Yogalehrerin Gurmukh Der letzte Workshop am Samstag war von Kundalini Lehrerin Gurmukh Kaur Khalsa “Gifts of the Head and the Heart“. Hier bleibt wirklich nur zu sagen, dass eine Begegnung mit Gurmukh ein wirklich tiefgehendes Erlebnis ist. Die Präsenz dieser teenieweenie kleinen Frau mit dem weißen Turban ist als magisch zu bezeichnen. Gurmukh strahlt so viel Liebe, Sanftheit und Ruhe aus und gibt einem einen kleinen Vorgeschmack, wie ein Leben in vollkommener Spiritualität aussehen könnte. Nämlich peaceful & happy, ohne Verurteilungen oder Einschränkungen.

Wie auch bei dem Gurmukh-Workshop bei Spirit Yoga in Berlin vor wenigen Wochen, begannen wir die Practice mit Schütteln und Tanzen – und zwar ca. 20 Minuten lang. Während ich in Berlin am Anfang noch etwas zögerlich mitgeschüttelt und getanzt hatte, kannte ich diesmal die Prozedur schon und und muss sagen, dass alle Vorbehalten, die ich in Berlin noch hatte, diesmal völlig über Bord geworfen waren. Wie ein großer, vereinigter Yoga Tribe wurde ekstatisch geschüttelt und getanzt – und anfängliche Gedanken von “Ich seh’ bestimmt total bescheuert aus” bis zu “Was denken die anderen wohl?”, wurden einfach nur zu Klängen, zu einem großen Ganzen.

Es folgten weitere Übungen und Meditationen, die dem Thema “Verbindung von Herz und Kopf” gewidmet waren. Die wundervolle Erfahrung, einfach nur zu SEIN. Keinen Titel zu haben, keine Aufgabe. I am. I am. Die Einfachheit des simplen Existierens, der Ruhe, des Raums zwischen zwei Gedanken, des Raums zwischen zwei Worten und des Raums zwischen zwei Taten.

Es war wunderschön, die Conference mit einem Gurmukh-Workshop zu beschließen und ich konnte einen großen Teil der gedanklichen Ruhe mit auf die A1 nehmen, zurück nach Hamburg. Ein riesengroßes Danke noch mal an das gesamte Team von Vishnus Couch, die diesen erinnerungswürdigen Tag möglich gemacht haben. Namasté.

 

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