Die Wirkung von Mantras: So wirkt das OM auf deine Energie

von Julie Meyer Christian

Selbst mit geschlossenen Augen kann ich die Unbehaglichkeit einzelner Teilnehmer meiner Classes fühlen, wenn ich – am Anfang oder am Ende – dazu auffordere ein OM oder dreimal Shanti gemeinsam mit mir anzustimmen (chanten auf neu-yogisch). Ist natürlich jedem freigestellt und anfangs fand ich mich dann doch sehr allein auf weiter Flur, laut ein Ommmmmm in die – zugegebenermaßen etwas angespannte – Stille hineinsingend.

In den darauf folgenden Classes fügte ich noch hinzu, dass das Chanten nichts Schlimmes ist und hörte dann, zu meiner Freude, die ersten zaghaften Om’s aus der einen oder anderen Ecke.

Viele verbinden gemeinsames Singen automatisch mit Carmen Nebel oder Florian Silbereisen, sich-lustig-beim-Nachbarn-unterhaken-und-schunkeln. Verständlich. Die deutsche Gesangskultur ist teilweise sehr fragwürdig.

Letztenendes ist es mit dem Chanten ja genau dieselbe Wurst, wie mit dem Ich-vergleiche-mich-nicht-mit-meinem-Mattennachbarn-sondern-bleibe-mit-meiner-Aufmerksamkeit-bei-mir. Es ist total egal, ob man den Eindruck hat, man würde jeden schiefen Ton des Universums anstimmen, wenn man nur den Mund öffnet und beim Mattennachbarn dadurch spontan kreisrunden Haarausfall und aufgerollte Fußnägel auslösen. Es geht um die Energie, die beim chanten freigesetzt wird. Und das kann jeder wahrnehmen, der ein paar Mal beherzt OM vor sich hin geschmettert hat.

 

Mantra (aus dem Sanskrit) heißt frei übersetzt Man = Geist und Tra = Werkzeug und ist in der vedischen Tradition begründet

 

Es ist also ein „Werkzeug des Geistes“, dessen Aufgabe darin besteht, den Geist frei von Ablenkungen zu halten, in dem man das Mantra immer wiederholt (das wird Japa genannt): es wird gedacht, geflüstert, gesprochen oder gesungen.

Frei interpretiert ist ein Mantra also ein Wort, eine Silbe oder der Name eines Gottes mit einer bestimmte Schwingungsfrequenz, sowie seiner eigenen Bedeutung und seinem eigenen Rhythmus. Genau wie alles um uns herum, die Natur, das ganze Universum aus Schwingung besteht, sind wir Lebewesen auch reine Schwingungenergie. Und wir reagieren auf Schwingungen. Mantras sind klangummantelte Energieträger, die ihre volle Wirkung beim chanten in uns entfalten können und so auf energetischer Ebene sogar Heilung begünstigen können.  Die Rishis (die Seher und mystischen Weisen Indiens) verstanden die Wichtigkeit von Mantras und die Aufzeichnungen der ersten heiligen Mantras gehen, nach heutigen Schätzungen, ca. bis zu 4.000 Jahre zurück.

 

Aber jetzt mal ganz un-esoterisch: Chanten hat eine wunderbare Wirkung auf unsere Atmung

 

Unsere Kehle wird gereinigt und frei und wir können wesentlich besser atmen und dadurch mehr Prana (Lebensenergie) aufnehmen. Und da unsere Atmung bekanntermaßen direkten Einfluß auf unsere allgemeine Stimmung hat, hebt die sich auch fast von allein, genau wie die Mundwinkel (Jeder, der schon mal seinen Lieblingssong im Radio laut mitgesungen hat, weiß wovon ich rede). Und in die permanenten Wiederholungen kann man sich richtig hineinfallen lassen, alles um sich herum vergessen, und einen kleinen eigenen heiligen Raum in sich selbst entdecken.

Und schunkeln geht natürlich auch. Es guckt auch keiner. Versprochen.

 

Die Wirkung von Mantras auf unser Energielevel ist immens. Unsere Kehle wird gereinigt und frei und wir können wesentlich besser atmen und dadurch mehr Prana (Lebensenergie) aufnehmen.

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Photo by Matheus Ferrero on Unsplash

 

 

 

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Nicole 21. Mai 2013 - 9:47

Ein ommmmm ganz tief aus dem Herzen!

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