Die Asana zum Fest: Vrksasana – der Baum

von Kathrin Mechkat

Einmal Erdung, bitte! In Zeiten von Himmels-Chören, fliegenden Rentierschlitten und goldenen Rauscheengeln ist es gar nicht so einfach, stoisch wie eine dänische Nordmann-Tanne im Hier und Jetzt zu stehen. Der perfekte Zeitpunkt für Vrksasana!

I feel betta with Lametta

Kurz vorm Fest der Liebe begegne ich rechts und links der Matte vor allem zwei Sorten von Yogis: Die einen schweben mit weit geöffnetem Anhata-Chakra durch die Adventszeit und nehmen jede Christmas-Charity-Candlelight-Plätzchen-for-Peace-Klasse mit, die Hamburgs Yoga-Szene zu bieten hat. Die anderen lehnen das ganze Gedöns ab. Ich gehöre zum Plätzchen-Lager, weil ich hoffe, dass der Glanz der Lichterketten, Kerzen und Christbaumkugeln auch unser Inneres zum Leuchten bringt.

X-ma(t)s-Hysterie? Nein, danke!

Auf die X-ma(t)s-Hysterie, die sich schneller als jedes Erkältungsvirus um mich herum verbreitet, kann ich aber gut verzichten. Fest steht in all dem Tohuwabohu: Nach jeweils zehn Atemzügen in Vrksasana bin ich mit einem Krabbelkind am Bein und mattenlangen To-Do-Listen im Kopf wieder ein bisschen mehr bei mir selbst angekommen.

Himmlische Benefits

Vrksa bedeutet Baum in Sanskrit, und wenn man das imaginäre i zwischen r und k vergisst, klingt der Name wie eine seltene Yoga XMasKlicksprache aus Südafrika. Ich bleibe hier also ganz bodenständig beim Baum. Ohne zu versäumen, einige seiner himmlischen Benefits wie Kraft, Ausgeglichenheit, Klarheit, Wachstum gen Kosmos und natürlich Verwurzelung mit Mutter Erde zu nennen.

Kokospalme oder Nordmann-Tanne, das ist hier die Frage!

Der einbeinige Stand sieht von Außen betrachtet nach Kindergeburtstag aus. Vor allem, wenn man die Augen geöffnet und das Spielbein nicht im halben Lotus hält, sondern den Fuß gegen den inneren Oberschenkel oder eine Etage tiefer gegen die Wade drückt. Dabei hat die Asana mit den vielen Variations-Möglichkeiten es als Spiegelbild unserer momentanen Verfassung in sich. Ob Kokospalme oder Nordmann-Tanne – alles eine Frage des inneren Gleichgewichts!

Uplift yourself and you uplift the world

Ein Baum braucht nur Wasser, Licht und Luft zum Leben. Ich ergänze die Liste aus aktuellem Anlass um Lametta, Vanillekipferl und Liebe …

1 Kommentar

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1 Kommentar

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Daniela 18. Dezember 2014 - 9:47

oh ja .. in all dem Getrubel und Gewusel gut bei sich bleiben zu können,
die MItte (und den Baum) zu halten – das ermöglicht auch irgendwie in
die Xmas Szenerie einzutauchen … aus der Mitte heraus, wohl – ja. Und das
ohne Extreme sondern mit dem Mittleren Weg der Wege. Ja. Auch.

Fröhliche Weihnachtszeite Euch allen ..
mit einem Gruß aus den (leider nicht) verschneiten Bergen Tirols

Daniela

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