Deine Stimme, Emotionen und die Kraft der Selbstakzeptanz

von Kirbanu

Kennst du den Satz “Es geht nicht darum was du sagst, sondern wie du es sagst?” Vielleicht
ist dir auch schon aufgefallen, wie sich deine Stimme verändert, wenn du wütend, glücklich
oder traurig bist? Mit Sicherheit kennen wir alle das Gefühl, dass uns die Worte im Hals
stecken bleiben, wenn unsere Emotionen hochkochen. Doch was können wir dagegen tun?

Als Menschen sind wir emotionale Wesen. Unsere Emotionen beeinflussen dabei nicht nur
unseren Geist, sondern auch unseren Körper. Sie erzeugen Energie, welche sich auf
unseren Körper und damit auch auf unsere Stimme auswirkt. Und genau hier kommt die
heilende Kraft der Selbstakzeptanz ins Spiel und macht einen Unterschied dafür, wie wir uns
ausdrücken.

Wo Emotionen entstehen & wie sie die Stimme beeinflussen

Das limbische System ist der Teil unseres Körpers, an dem Emotionen entstehen. Wird eine
Emotion hier aktiv, setzt eine Kettenreaktion ein, bei der Nervensignale dem Körper
vorgeben, was er aufgrund dieser Emotion zu tun hat. Da deine Stimme im Körper entsteht,
betrifft die emotionale Reaktion deines Körpers auch automatisch deine Stimme: Die mit der
Emotion verbundenen Nervensignale werden an sämtliche Muskeln gesendet, die den Atem
kontrollieren, sowie an Kiefer, Nacken, Schultern, Zunge und Kehlkopf. Es besteht also eine
direkte physische Verbindung zwischen deinen Emotionen und deinen Stimmlippen.

Deine Stimme wird somit von deinen Emotionen geleitet. Wann immer du deine Stimme
nutzt, nehmen sie Einfluss auf

  • deine Tonhöhe
  • deine Sprechgeschwindigkeit
  • die Stärke oder Schwäche deiner Stimme
  • deine Stimmmelodie
  • die Rauchigkeit deiner Stimme
  • deine Artikulation und Betonung
  • und sogar auf deine Wortwahl!

Starke Stimme durch Selbstakzeptanz

Selbstakzeptanz kann ein langwieriger, zeitweise auch beängstigender Prozess sein. Es
bedeutet, jede Facette deines Seins anzunehmen; nicht nur die äußeren Umstände, sondern
auch alles, was gerade in deinem Inneren vorgeht. Alle Gedanken und Gefühle. Ich weiß,

wie herausfordernd das sein kann. Und doch ist es notwendig. Denn Teile von uns
abzulehnen provoziert Störungen im Innen. Und damit auch in unserer Stimme: Da sie ein
Teil von uns ist, schwächen wir sie, wenn wir uns nicht so annehmen, wie wir sind.

Wieso du Angst erst mal fühlen musst, bevor du wieder mit deinem höchsten Selbst donnerten kannst

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In meiner jahrelangen Gesangs- und Achtsamkeitspraxis habe ich daher gelernt, wie wichtig
Selbstannahme für unseren Ausdruck ist. Wenn wir uns und unsere Emotionen akzeptieren,
werden wir vollständig. Emotionen können uns dann Energie schenken und unsere Stimme
beleben. Selbstakzeptanz ist damit eine Praxis, die ausschließlich positive Effekte auf
unsere Stimme hat.

Emotionen als Nahrung für die Stimme

Mithilfe der folgenden Stimmübung aus meinem Onlinekurs für Yogis kannst du lernen,
Emotionen aktiv als Energie-Nahrung für deine Stimme nutzen.

  1.  Mach es dir an einem ruhigen Ort gemütlich.
  2. Schließe deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit nach innen. Fokussiere dich
    auf deinen Atem. Beobachte seinen Rhythmus, wie er in deinen Körper hinein- und
    wieder hinausfließt.
  3. Fokussiere dich nun auf dein aktuelles Gefühl. Versuche nicht, es zu verändern.
    Werde dir dessen nur bewusst und lass es da sein.
  4. Stelle dir dein Gefühl nun als lebendige, bewegliche Energie vor. Beobachte, wie es
    sich in dir bewegt.
  5.  Beobachte, wo du diese Energie im Körper wahrnimmst. Versuche auch hier, nichts
    zu verändern. Lass alles da sein so, wie es ist.
  6. Nimm nun einen liebevollen Atemzug und chante Om. Versuche dir dabei
    vorzustellen, wie sich die Energie von dort, wo du sie im Körper spürst, bewegt und
    mit deiner Stimme verschmilzt. Lass deine Gefühle von der Schwingung deiner
    Stimme davontragen.
  7. Wiederhole Schritt 6 mindestens 6 Mal.
  8. Wenn du fertig bist, atme tief in deinen Bauch und atme mit einem Seufzer aus.
    Öffne langsam deine Augen.

Diese Übung ist eine wunderbare Möglichkeit, dich selbst und deine Stimme liebevoll
anzunehmen. Indem wir mit unseren Emotionen arbeiten statt gegen sie, können wir uns in
jeder Situation umarmen. Uns von diesem Ort der Vollständigkeit auszudrücken, ist zutiefst
ermächtigend.
—–
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