Das Asana ABC: Eka Pada Raja Kapotasana – die Taube

von Saskia Schmitz-Tietgen

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Ein neuer Teil in unserem ASANA ABC: Buchstabe E wie Eka Pada Raja Kapotasana oder die einbeinige Königstauben-Stellung (Eka = ein, pada = Fuß, raja = königlich, ‘kapota = Taube)

– Die Taube – 

Hintergrund – oder warum die Asana “Taube” heißt: Im aufrechten Sitz erinnert die gewölbte Brust an eine Taubenbrust und das ausgestreckte hintere Bein an den gefiderten Schwanz einer Taube. Die Taube steht als Symbol für Frieden und Liebe. Daran soll uns die Asana beim Ausführen erinnern – ebenso wie an das Schöne, Anmutige und Sanfte in uns.

Am besten gelangt man in die Taube aus dem herabschauenenden Hund. Zuerst wird das rechte Knie zur rechten Hand geführt und der rechte Fuß zur linken Hand. Das Knie wird angewinkelt und abgelegt, das hintere Bein wird ausgestreckt. Menschen mit empfindlichen Knien bzw. Knieproblemen, mit Wirbelsäulenerkrankungen oder Arthrose sollten vorsichtig sein und im Zweifel Ihren Arzt befragen, ob sie diese Asana ausführen können. Wenn die Asana im Knie unangehm ist, sollten das vordere angewinkelte Bein näher herangezogen werden.

Zunächst richtet man sich im Oberkörper gerade auf –  mit der Zeit kann auch eine leichte Rückbeuge eingebaut werden, die an die benannte Taubenbrust erinnert. Fortgeschrittene Yogis können zudem das hintere Bein anwinkeln und den Kopf Richtung Fuß bringen. Natürlich kann man sich auch ausgestreckt nach vorn ablegen.

Was bringt’s?: Die Asana wirkt auf den Bauch-, Becken-, Brust- und Rückenbereich ein. Im Hüftgelenk kann zum Beispiel im Laufe der Zeit Flexibilität geschaffen werden und vom Oberschenkelmuskel bis in unsere Gesäßmuskulatur kann eine tiefe Dehnung erfahren werden. In dieser Haltung gilt es, Flexibilität nicht zu erzwingen oder mit Kraft einzufordern. Um hier Beweglichkeit zu schaffen, braucht es Geduld und Zeit, Hingabe und Sanftheit. Außerdem gilt die Asana als Brustkorb- und Herzöffner-Asana (insbesondere, wenn der Kopf Richtung Fuß gebracht wird), die darauf abzielt, Liebe und Mitgefühl zu entwickeln und das Ego nicht zu groß werden zu lassen. Nicht zuletzt kann die Asana dazu beitragen, die Rückenmuskulatur zu stärken.

ACHTUNG: Diese Anleitung ersetzt niemals einen Yogalehrer deines Vertrauens! Gerade als Anfänger solltest du dich von einem kompetenten Lehrer anleiten und korrigieren lassen, damit sich keine Fehler einschleichen und du deinem Körper nicht auf Dauer vielleicht sogar schadest.
 


Für alle Yogaliebhaber und Yogalehrer ein absolutes Must-Read: Asana, Pranayama, Mudra and Bandha*

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sarah 20. Juni 2013 - 9:47

zurzeit noch immer wieder gerne Shirshasana – jedoch mit Wand im Rücken.so sicher fühle ich mich da noch nicht, weswegen 1 Probemonat bei Glow genau das Richtige wäre.

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