Auf der Suche nach Yoga in Südspanien II

von Lena Konopko
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Wie ihr vielleicht schon im letzten Text gelesen habt, bin ich gerade auf Erkundungstour nach einem Yogakurs in Málaga. Mein Erfahrungsschatz hat sich in letzter Zeit ein wenig erweitert und ich möchte euch daran teilhaben lassen.

Da inzwischen mein Spanischkurs in El Palo ein Ende genommen hat, bin ich auf der Suche nach einem Studio etwas zentraler in der Stadt. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich der innere Schweinehund eher überwinden lässt, wenn der Weg nicht sehr weit ist. Alice, mein erste Yogalehrerin hier empfahl mir ein Studio nur wenige Gehminuten von meinem Wohnort entfernt, warnte mich jedoch auch davor, dass ich vielleicht etwas überrascht sein werde…

  • Das Studio: La Savia, Calle Ollerías 1, Málaga
  • Die Yogaform: Iyengar-Yoga

Mein Fazit: Ungewohnte Erfahrung, mit so vielen Hilfsmitteln Yoga zu machen. Die Kerze rückwärts über einen Stuhl gebeugt zu halten war eine mir bisher unbekannte Form. Es war interessant einmal reinzuschnuppern, blieb aber mein einziger Kurs in diesem Studio. Wer Iyengar-Yoga mag, sollte jedoch mal reinschauen, wenn er oder sie in Málaga ist. Der Raum ist traumhaft groß und lichtdurchflutet (aber natürlich auch laut) und auch die Lehrerin machte einen kompetenten Eindruck. Aber für mich gings erstmal weiter mit der Suche…

Yoga im Casa Invisible: Das „unsichtbare Haus“ (die Übersetzung von Casa Invisible) erinnert mich in seinen Grundzügen an eine Art Kommune, nur viel offener. Letztendlich wohnen nur zwei Menschen dort, aber es gibt zahlreiche Seminarräume wo die unterschiedlichsten Veranstaltungen stattfinden und einen tollen Innenhof zum Zusammensitzen. Im Casa Invisible wird alles angeboten, von Kursen zur Gebärdensprache, Gesprächsgruppen bis zur Aktmalerei. Kennengelernt habe ich es durch ein Intercambio/BBQ, das ich besucht habe, um ein bisschen mehr in Kontakt mit Spaniern zu kommen und fand es gleich interessant. Daher habe ich vor einigen Wochen auch den Yogakurs dort ausprobiert. Ich war mit einer Freundin dort und wir sind beide zu dem Entschluss gekommen, dass der Kurs zur Entspannung und zum Stretching toll ist, aber der aktive Teil vom Yoga, den ich auch sehr schätze, nicht angesprochen wird.

Inzwischen hat sich bei mit leichte Resignation eingestellt, da die hier angebotenen Yogakurse einfach nicht mit meiner Vorliebe für eine Mischung aus Hatha und Vinyasa Flow vereinbar sind. Also rolle ich meine Matte inzwischen zu Hause im Wohnzimmer aus und probiere die verschiedensten Youtube-Yoga-Videos aus wobei ich ganz überrascht bin, dass tatsächlich viel Gutes dabei ist.

Ich weiß nicht, warum ich jetzt erst darauf gekommen bin, dass einem Yoga zu Hause durch solche Videos ungemein erleichtert wird. Wenn nicht darüber nachgedacht werden muss, welche Übungen man nun genau machen möchte und dadurch die Hemmschwelle nur wieder erhöht wird, ist ein Online-Teacher eine gute Alternative für zu Hause (wobei das ganz und gar nicht eine echte Yogaclass ersetzt).

Zwar sind die meisten Videos auf Englisch, aber an das yogaspezifische Vokabular gewöhnt man sich schnell! Also falls ihr das nächste Mal zu Hause die Lust nach ein bisschen Bewegung verspürt, aber den letzen Ansporn noch braucht: Einfach mal eine Online-Klasse ausprobieren.

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