5 Zeichen, dass es dich in eine No-Go-Yogaklasse verschlagen hat

von Christina Waschkies

Okay, vielleicht ist das hier ein kleines Tabu. Gibt es so etwas wie eine schlechte Yoga Klasse? Leider ja. Und es gibt ein paar untrügliche Zeichen dafür. Diese verrate ich dir jetzt.

  • Asana-Maschinengewehr: Der Lehrer/die Lehrerin sagt nur einatmen, ausatmen, und den Namen der Asana an. Einatmen Warrior 1. Ausatmen Warrior 2. Einatmen Peaceful Warrior. Ausatmen Trikonasana. Einatmen High Lunge. Ausatmen Chaturanga. Wenn sich dies über eine 90 Minuten Klasse hinzieht, solltest Du nicht wiederkommen. Dein Lehrer sollte dir auf jeden Fall verraten, wie du in die Haltung kommst und was es zu beachten gibt. Ein bloßes Runterleiern von Sanskrit Namen tut es in diesem Fall leider nicht.
  • Absolute Ignoranz: Der Lehrer/die Lehrerin kennt weder Namen der Schüler, noch fasst er/sie irgendjemanden an. Es gibt keine Assists, keine aufmunternden Worte, keine Interaktion. Hier gibt es keine Verbindung zwischen Schüler und Teacher und somit nicht viel für dich zu lernen.
  • Advanced Ego: Der Lehrer/die Lehrerin nutzt die Klasse, um ihr Ego zu polieren und schickt dich nur in fortgeschrittene Posen, die dich total demotivieren. Denn eigentlich sind dies die Asanas, an denen der Lehrer gerade selbst mit absoluter Verbissenheit arbeitet und sogar seinen Yogaunterricht dazu nutzt um mit beiden Beinen in den Handstand zu springen. Dass du noch gar nicht dort angekommen bist, ist dem Yogi Teacher herzlich egal. Zieh dich mit Anmut und Grazie zurück.
  • Ahimsa – nicht verletzen: Der Lehrer/die Lehrerin gibt persönliche, negative Anweisungen die dich irgendwann richtig ärgern. “Lisa, heb dein Bein höher. Martin, dein Chaturanga eben war nix! Anja, bitte zieh dich nicht so schwerfällig in den Upward Facing Dog, du machst dir deinen unteren Rücken kaputt!” oder noch schlimmer: Dein Körper fängt an, weh zu tun, weil hier total drauf los geprescht wird. Der Lehrer hat die Verantwortung, dir Optionen zu geben, die für dich und deine Praxis angemessen sind.
  • Asteya – nicht stehlen: Die Klasse, die gerade unterrichtet wird, hast du genau so schon letzte Woche bei einem anderen Lehrer im gleichen Studio durchgeturnt. Nicht nur der Dharma Talk ist gleich, auch das Mantra das ihr singt und die Abfolge der Open Sequenz, die Meditation, einfach alles. Öde. Hier hast du es mit einem Copy Cat Teacher zu tun. Auch hier gibt es nix zu lernen. Just leave.

Fazit: In jeder Yogaklasse darf es einen kleinen Aha-Moment geben. Entweder du lernst etwas über dich und deine Denkweisen, über deinen eigenen Körper oder über eine bestimmte Asana, von der du auf einmal verstehst, was sie von dir möchte. Falls du nach den 90 Minuten mit dem Gefühl aus der Klasse gehst, dass sich nichts an deinem Geistes – oder Körperzustand verändert hat und dein Bauch dir sagt: “Komm nicht wieder!”, dann gib ihm den Vertrauensbonus und höre auf ihn.

Happy Yogin’!
Christina

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